Spvg. Katernberg gegen DJK SG Altenessen II. Keine Paarung für Fußball-Feinschmecker, doch das Match hatte es in sich. Bis zur 80. Minute führten die Hausherren mit 3:0, alles verlief ruhig. Doch plötzlich überschlugen sich die Ereignisse. Drei Platzverweise gegen Katernberg und fünf Gäste-Treffer in gerade mal fünf Minuten! Zuviel für die Platzherren, die wütend den Platz verließen. Doch damit nicht genug, die Spvg. wittert sogar Absprache und will Protest einlegen. Reviersport online fragte nach: [i]Was war da los?[/i]

Essen: Schiri-Protest - Katernberg verlässt geschlossen den Platz

"Frage mich, ob das alles mit rechten Dingen zuging"

Aaron Knopp
05. Mai 2008, 20:57 Uhr

Spvg. Katernberg gegen DJK SG Altenessen II. Keine Paarung für Fußball-Feinschmecker, doch das Match hatte es in sich. Bis zur 80. Minute führten die Hausherren mit 3:0, alles verlief ruhig. Doch plötzlich überschlugen sich die Ereignisse. Drei Platzverweise gegen Katernberg und fünf Gäste-Treffer in gerade mal fünf Minuten! Zuviel für die Platzherren, die wütend den Platz verließen. Doch damit nicht genug, die Spvg. wittert sogar Absprache und will Protest einlegen. Reviersport online fragte nach: [i]Was war da los?[/i]

Herbert Bußfeld (1. Vorsitzender DJK SG Altenessen):

Ich war selbst nicht dabei, aber wie ich gehört habe, waren die Katernberger wohl mit dem Schiedsrichter nicht ganz einverstanden. Der hatte erst einen von denen mit Gelb-Rot 'runtergeschickt und dann noch einen weiteren Platzverweis verteilt. Zu diesem Zeitpunkt lagen sie dann auch schon 3:5 zurück und sind daraufhin geschlossen vom Platz gegangen.

Enrico Ulrich (Präsident Spvg. Katernberg):

Aus meiner Sicht war es so, dass der Schiedsrichter sehr unsicher gepfiffen hat und die Sache nicht vollkommen im Griff hatte. Schließlich waren wir nur noch mit sechs Mann auf dem Platz und dann wurde das Match abgebrochen. Bis zur 80. Minute hatte der Gegner keine Chance, wir hatten die völlig unter Kontrolle. Aber dann fing der Unparteiische an, einen nach dem anderen vom Platz zu stellen - wegen Lapalien. Einer hat Gelb-Rot gesehen, weil er mit seinem Mitspieler gesprochen hat. Wenn ich aber keine Schimpfworte benutze, kann ich solange mit meinem Teamkameraden reden, wie ich möchte. Das ist natürlich auch Abstiegskampf, da sind eine Menge Emotionen im Spiel, unsere Spieler sind also natürlich in Rage geraten, weil sie nach und nach vom Platz geworfen wurden. Sicher, so etwas wird immer erzählt, wenn man verloren hat. Aber die Zuschauer haben es genauso gesehen. Ich hätte mir einfach ein bisschen mehr Fingerspitzengefühl vom Referee gewünscht. Wenn er kleinlich pfeift, dann bitte auch gegen die anderen. Da hätte nämlich auch der ein oder andere vom Platz fliegen können. Aber wenn ich sehe, dass der Schiedsrichter in der Halbzeitpause mit dem Trainer tuschelt, frage ich mich schon, ob das alles mit rechten Dingen zuging, oder ob da nicht was gelaufen ist. Daher werde ich auch mit dem Kreis sprechen und prüfen, ob man Protest einlegen kann. Aber was soll ich sagen? Das ist natürlich Kreisliga B. Wir sind ja froh, dass wir überhaupt jemanden haben, der pfeift. Jedes Mal 90 Euro für ein Gespann bezahlen, können wir uns auch nicht leisten.

Autor: Aaron Knopp

Mehr zum Thema

Wettbewerbe

Rubriken

Kommentieren