Der April ist im Fußball ein Monat, in dem personell zahlreiche Weichen gestellt werden.

RWO: Zehn Mann haben Vertrag, keine Einkaufstour

Stoppelkamp und punktuell

Christian Brausch
08. April 2008, 09:18 Uhr

Der April ist im Fußball ein Monat, in dem personell zahlreiche Weichen gestellt werden.

"In diesem Jahr ist das etwas anders. Da verschiebt sich vieles um ein paar Wochen nach hinten", betont Oberhausens Sportlicher Leiter Jürgen Luginger, "denn einige Vereine wissen noch nicht, wo sie im kommenden Jahr auflaufen werden."

Bei RWO befinden sich momentan zehn Kicker über das Saisonende hinaus unter Vertrag. Und zwar Dimitrios Pappas, Marcel Landers, Thomas Schlieter, Monir Ibrahim, Daniel Embers, Jens Robben, Mike Terranova, Markus Kaya, Tuncay Aksoy und Julian Lüttmann. Der Rest steht mehr oder weniger in Verhandlungen mit RWO, denn klar ist, es werden nicht alle Kleeblätter bleiben. Von vier bis fünf Transfers wird gesprochen. Und wer die ganze Spielzeit beobachtet hat, der wird sich denken können, wo noch etwas gemacht werden soll. Es würde nicht überraschen, wenn RWO sich nach einem Verteidiger, einem Stoßstürmer, einem offensiven Wirbelwind und zwei Mittelfeld-Leuten, einem dabei für die linke Seite, umsieht. RS unterhielt sich mit Luginger.

Jürgen Luginger, was machen die Gespräche mit den bald vertragslosen Akteuren?

Wir sind dabei und auf einem guten Weg. In den nächsten 14 Tagen wird sicher noch der eine oder andere bei uns verlängern. In den Unterredungen spiegeln sich auch die guten Charaktere der Spieler wieder. Daher bin ich zufrieden.

Kommen viele Angebote für Ihre Jungs?
Klar gibt es Interessenten, man hört von Beobachtungen. Aber konkret ist da nichts.

Und auf der anderen Seite. Wird Ihnen viel angeboten?
Auch das ist so. Es spricht sich rum, in Oberhausen bewegt sich etwas.

RS nannte das Interesse an Velberts Christopher Finnern und Essens Moritz Stoppelkamp. Was hat sich hier getan?
Ich habe Christopher einmal gesehen, da hat er nicht überzeugt. Er wird weiter beobachtet, aber wir haben uns nicht auf ihn festgelegt. Wir sind alle viel unterwegs und haben einige Jungs im Kopf. Und Moritz wollten wir im Winter haben, warum sollte sich daran etwas geändert haben? Er passt zu uns, wir werden uns bald sicher mal unterhalten.

Haben sich die Ansprüche an Neuzugänge gesteigert, nachdem sich die Mannschaft so stark entwickelt hat?
Klar ist, Zugänge müssen Qualität haben. Die muss in der zweiten oder dritten Liga anders sein. Und die Transfers müssen uns verstärken, daher schauen wir ganz genau hin. Denn wir machen keine große Einkaufstour, es sollen wieder vier oder fünf ausgesuchte Akteure zu uns kommen.
Wird erneut verstärkt in der nahen Umgebung gescoutet?
Wir bekommen nicht alles vor der Haustür. Habe ich aber einen Spieler aus der Nähe, einen von weit weg, dann nehme ich lieber den, der sich hier schon auskennt.
Was macht die Abgängerliste des eigenen Kaders?
Zehn Leute haben schon einen Vertrag. Mit fünf Mann sprechen wir gerade. Dazu gibt es drei oder vier Fragezeichen. Und zwei oder drei Jungs müssen wir mitteilen, dass es nach dieser Saison wohl keinen Sinn mehr macht.

Autor: Christian Brausch

Mehr zum Thema

Wettbewerbe

Rubriken

Kommentieren