Enger könnte es im Tabellenkeller der Dortmunder Kreisliga A 1 kaum zugehen. Gleich vier Teams teilen sich mit 18 Punkten den vorletzten Tabellenplatz. Bei so einem Gedränge können kleine Erfolge eine große Wirkung haben. Deshalb spricht die Psychologie derzeit für Westfalia Kirchlinde, neben dem FK Sharri bislang in diesem Jahr der erfolgreichste der Abstiegskandidaten.

Dortmund: Westfalia Kirchlindes "Kindergarten" schöpft wieder Hoffnung

Vorteil Kirchlinde

Felix Guth
01. April 2008, 15:15 Uhr

Enger könnte es im Tabellenkeller der Dortmunder Kreisliga A 1 kaum zugehen. Gleich vier Teams teilen sich mit 18 Punkten den vorletzten Tabellenplatz. Bei so einem Gedränge können kleine Erfolge eine große Wirkung haben. Deshalb spricht die Psychologie derzeit für Westfalia Kirchlinde, neben dem FK Sharri bislang in diesem Jahr der erfolgreichste der Abstiegskandidaten.

"Unser kleiner Lauf ist sicher ein Vorteil", meint Kirchlindes Trainer Dirk Sörries. Nach der Winterpause verlor die Westfalia nur gegen Titelkandidat SuS Oespel-Kley. Zuletzt gelangen gegen den TuS Bövinghausen (4:3) und Fortuna Dorstfeld (4:2) zwei Siege, bei denen vor allem die Offensive überzeugte. Die nächsten drei Punkte sind schon sicher: Am kommenden Wochenende stünde die Partie gegen den derzeit gesperrten FC Maroc an.

Die sehr junge Mannschaft, Durchschnittsalter rund 21 Jahre, hat nach einer tristen Hinrunde mit nur zwei Siegen wieder mehr Grund zur Freude. "Die gute Arbeit, die das Team Woche für Woche leistet, zahlt sich jetzt aus", sagt Sörries. Jetzt geht der Kampf um den Liga-Verbleib in eine entscheidende Phase. "Gegen Hangeney und Sharri stehen echte Endspiele an", meint der Westfalia-Coach.

Der kleine Club aus dem Dortmunder Westen geht den Weg der Nachwuchsarbeit konsequent. "In unserer A-Jugend steckt viel Potenzial", sagt Sörries, der für die kommende Saison schon wieder sechs Nachwuchsakteuren einen Platz in der ersten Mannschaft in Aussicht stellt. Dass es dabei nur um den Klassenerhalt gehen kann, sei von vornherein klar gewesen. "Deshalb wäre das ein Riesenerfolg." Langfristig habe die Westfalia sogar Höheres als nur die Kreisliga A im Blick.

Einige der Talente qualifizierten sich bereits für gestiegene Aufgaben. Marcel Grahl wird in der kommenden Saison zum Bezirksligisten FC Brünninghausen wechseln. "Es gibt viele, die das Zeug zu mehr haben."

Autor: Felix Guth

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