Die deutsche Nationalmannschaft ist bei ihrer Jubiläumsgala ihrer Rolle als Mitfavorit bei der Europameisterschaft in Österreich und der Schweiz gerecht geworden. 74 Tage vor ihrem ersten Gruppenspiel in Klagenfurt gegen Polen gelang dem Team von Bundestrainer Joachim Löw ein souveräner 4:0 (1: 0)-Erfolg gegen EM-Co-Gastgeber Schweiz, der letztmals vor 52 Jahren ein Länderspiel gegen Deutschland gewonnen hatte.

DFB-Sieg in Basel: Stürmer-Trio sorgt für klares 4:0

Klose zieht an Bierhoff vorbei

sid
26. März 2008, 22:43 Uhr

Die deutsche Nationalmannschaft ist bei ihrer Jubiläumsgala ihrer Rolle als Mitfavorit bei der Europameisterschaft in Österreich und der Schweiz gerecht geworden. 74 Tage vor ihrem ersten Gruppenspiel in Klagenfurt gegen Polen gelang dem Team von Bundestrainer Joachim Löw ein souveräner 4:0 (1: 0)-Erfolg gegen EM-Co-Gastgeber Schweiz, der letztmals vor 52 Jahren ein Länderspiel gegen Deutschland gewonnen hatte.

Die Stürmer Miroslav Klose (23.), Mario Gomez (61./67.) und Lukas Podolski (89.) erzielten im 50. Vergleich mit den Eidgenossen und 800. Länderspiel einer DFB-Auswahl insgesamt die Treffer für die Gäste, die sich gegenüber dem 3:0 Anfang Februar in Österreich deutlich verbessert präsentierten.

Vor 38.500 Zuschauern im ausverkauften St. Jakob-Park waren die Gäste von Beginn an das dominierende Team und zwangen die Schweizer in die Defensive. Bereits in den ersten zehn Minuten vergaben Klose, Bastian Schweinsteiger und Michael Ballack gute Gelegenheiten für den dreimaligen Europameister, der bedeutend konzentrierter und entschlossener als bei seinem leblosen Auftritt in Wien agierte.

Fast genau 100 Jahre nach der Länderspielpremiere einer DFB-Auswahl, die am 5. April 1908 ebenfalls in Basel mit einem 5:3 für die Schweiz geendet hatte, ließ die deutsche Mannschaft im Härtetest gegen die Hausherren nur wenig Gelegenheiten zu.
Lediglich in der 30. Minute hatten die Deutschen Glück, als der für Dortmund spielende Schweizer Kapitän Alexander Frei aus kurzer Distanz mit einem Kopfball in die Arme von Torwart Jens Lehmann die mögliche Führung vergab.

Der deutsche Schlussmann, der nach mehreren Patzern in Österreich und auch wegen seiner Reservistenrolle beim FC Arsenal nicht unumstritten ist, blieb auch in der Folgezeit fehlerlos und strahlte im Gegensatz zu Wien die von Bundestrainer Joachim Löw geforderte Ruhe aus. Dies galt insgesamt für die deutsche Abwehr, in der der Schalker Heiko Westermann in ungewohnter Rolle als Innenverteidiger nach anfänglichen Schwierigkeiten eine gute Partie ablieferte.

Löw, der am 16. Mai auf der Zugspitze seinen 23-köpfigen EM-Kader benennen wird und sich vom letzten Test vor der Nominierung noch wichtige Aufschlüsse versprochen hatte, verordnete dem derzeit formschwachen Leverkusener Bernd Schneider überraschend eine Denkpause. Für ihn kam Clemens Fritz im rechten Mittelfeld zum Einsatz, wobei sich der Bremer nicht nachdrücklich für einen Stammplatz empfehlen konnte. Insgesamt konnte Löw bei seinem 20. Einsatz als Bundestrainer allerdings mit der Leistung seiner Mannschaft hochzufrieden sein, vor allem weil seine Stürmer zur rechten Zeit am rechten Fleck waren.

Klose, der in den ersten 20 Minuten so gut wie gar nicht zu sehen war, bewies in der 23. Minute seine Torjägerqualitäten, als er nach Vorarbeit von Gomez seinen 38. Treffer im 74. Länderspiel erzielte und damit in der ewigen DFB-Torjägerliste am heutigen Teammanager Oliver Bierhoff vorbeizog. Klose belegt nun alleine den siebten Platz.

Gomez, dem in der ersten Stunde relativ wenig gelungen war und der in der 53. Minute eine Riesenmöglichkeit ausgelassen hatte, bewies anschließend doch noch seine Torjägerqualitäten. Zunächst gelang dem Stuttgarter in der 61. Minute nach klugem Zuspiel von Fritz das 2:0, ehe er sechs Minuten später mit seinem sechsten Treffer im neunten Länderspiel die Begegnung vorzeitig entschied.

Autor: sid

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