Der FC Hangeney 66 ist derzeit im 42. Jahr seines Bestehens. Die zurückliegenden Monate waren dabei die schwierigsten der gesamten Vereinsgeschichte.

Hangeney atmet durch

Wieder Zukunft für Hangeney - vorerst

Felix Guth
25. März 2008, 14:24 Uhr

Der FC Hangeney 66 ist derzeit im 42. Jahr seines Bestehens. Die zurückliegenden Monate waren dabei die schwierigsten der gesamten Vereinsgeschichte.

Der Club aus dem Dortmunder Westen konnte erst im letzten Moment die Auflösung abwenden, nachdem auf der Mitgliederversammlung kein neuer Vorstand gefunden wurde. Nun machen es wieder die bekannten Gesichter - und suchen händeringend nach zukunftsfähigen Lösungen.

Steffen Kirchner heißt der Mann an der Spitze des FC Hangeney - wie schon in den acht Jahren zuvor. "Ich wollte eigentlich aufhören", sagt der 38-Jährige. "Aber nachdem sich niemand gefunden hat, habe ich mich gemeinsam mit zwei Kollegen aus dem alten Vorstand doch dagegen entschlossen." Denn bei einer zweiten ergebnislosen Vorstandswahl hätte der Club eine Auflösungsversammlung einberufen müssen. "Und das will hier wirklich niemand."

Mit knapp 150 Mitgliedern einer der kleinsten Vereine im Dortmunder Westen, stand der FC Hangeney in den vergangenen Jahren für positive Schlagzeilen. Im Vorjahr überraschte das Team um Trainer Frank Müller mit dem siebten Platz in der Abschlusstabelle der Kreisliga A 1. Der unscheinbare FCH war dabei, seine Rolle im Kreisliga-Geschäft zu finden.

Sportlich konnte die Mannschaft aber an das Vorjahr nicht anknüpfen. Leistungsgaranten wie Torjäger Yasin Yanik fielen lange aus und Hangeney geriet in den Abstiegskampf. Aktuell ist das Team Viertletzter, gerade einmal zwei Punkte vom Relegationsplatz entfernt. "Aber wenn alles normal läuft, kommen wir da auch wieder heraus", glaubt Kirchner.

Seine Ankündigung, nach vielen Jahren als Vorsitzender künftig Familie und Beruf stärker zu gewichten, brachte das Vereinsumfeld indes kräftig ins Brodeln. "Es fehlt hier die ältere Generation, die sich in vielen anderen Vereinen beteiligt", meint Kirchner. So kam die Notsituation zustande, die beinahe das Ende des Vereins bedeutet hätte.

Nun sucht die neue, alte Führung nach "Lösungen, unter denen man arbeiten kann." Dies betrifft zunächst das organisatorische: Offenbar ist ein Mitglied der aktuellen Vorstandsriege bereit, dauerhaft den Posten zu übernehmen. Eine weitere Möglichkeit sieht Kirchner in einer Fusion mit einem benachbarten Club. "Da gab es schon ein paar lockere Gespräche."

Was die sportliche Seite angeht, liegen bisher von 13 Spielern Zusagen für die kommende Saison vor. "Das gilt allerdings nicht für die Kreisliga B", sagt Kirchner. Ein Abstieg würde den FC Hangeney daher tief treffen.

Autor: Felix Guth

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