"Doppelter" Makaay führt Bayern zum Erfolg

db
18. September 2003, 11:21 Uhr

Zwei Treffer von Roy Makaay bescherten dem FC Bayern München zum Auftakt der Champions League einen 2:1-Erfolg gegen Celtic Glasgow. In München waren die Schotten zunächst durch Alan Thompson in Führung gegangen.

Dank Roy Makaay hat Bayern München seine "schwarze Seerie" in der Champions League beendet. Der niederländische Starstürmer avancierte beim überaus glücklichen 2:1 (0:0)-Auftaktsieg des deutschen Meisters gegen Celtic Glasgow mit einem "Doppelpack" in der Schlussphase (72. und 86.) zum Matchwinner und beendete damit eine Durststrecke der Bayern in der Königsklasse von zuletzt sieben Spielen ohne Sieg. Dabei hatte den Gastgebern nach Glasgows Führung durch Alan Thompson (57.) ein ähnlicher Fehlstart wie in der vergangenen Saison, als der Rekordchampion schon nach der Vorrunde gescheitert war, gedroht.

Erste Halbzeit total verschlafen

Bei optimalen äußeren Bedingungen taten sich die Bayern, die 2002 mit einer 2:3-Niederlage gegen Deportivo La Coruna gestartet waren und anschließend keine Partie mehr gewinnen konnten, von Beginn an gegen die Schotten äußerst schwer. In den zweiten 45 Minuten steigerten sich die Platzherren zwar, insgesamt blieb der Champions-League-Sieger von 2001 trotz des Erfolges deutlich unter seinen Möglichkeiten. Es mangelte nicht nur an der Laufbereitschaft, auch das Abstimmungsverhalten ließ zu wünschen übrig. Darüber hinaus zeigte das Münchner Star-Ensemble bislang unbekannte Flüchtigkeitsfehler. Nach der verschlafenen Halbzeit drängten die Münchner einige Male gefährlich auf das Gehäuse des schottischen Vizemeisters, der auf den Ex-Dortmunder Paul Lambert verzichten musste. Gute Möglichkeiten vergaben jedoch Makaay (48.) mit einem Kopfball und der Brasilianer Ze Roberto (51.), der nach einer Flanke von Michael Ballack im Strafraum von Celtic am Ball vorbei rutschte.

Thompson rüttelt Bayern wach

Zuvor hatte München allerdings nur selten gefährliche Szenen. Spielmacher Ballack blieb zunächst weit unter seinen Möglichkeiten und der Rest des Mittelfeldes ebenfalls weitgehend ideenlos. Lediglich die Abwehr um die Innenverteidiger Robert Kovac und Thomas Linke sorgte zu Beginn der Partie für Sicherheit. Glasgow versteckte sich keineswegs. Die Mannschaft von Trainer Martin O'Neill agierte aus einer kompakten Defensive und stieß immer wieder gefährlich in die Münchner Hälfte vor. Dabei sorgten Agathe und Torschütze Thompson für mehrere brenzlige Situationen.

Autor: db

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