Nach dem 0:6 gegen den Spitzenreiter Arminia Bochum brennt bei  BW Grümerbaum im wahrsten Sinne des Wortes der Baum. Auslöser war jedoch nicht alleine die gestrige, bittere Klatsche gegen die Arminen, sondern der Auftritt der Mannschaft in den letzten Wochen, der Coach Markus Heidtmann dazu veranlasst hat, laut über eine Auflösung seines zur Winterpause erst verlängerten Vertrages nachzudenken.

Bochum: Heidtmann vor Absprung bei Grümerbaum

„Ich sehe nicht, dass die Mannschaft will“

Fabian Weitkämper
17. März 2008, 17:15 Uhr

Nach dem 0:6 gegen den Spitzenreiter Arminia Bochum brennt bei BW Grümerbaum im wahrsten Sinne des Wortes der Baum. Auslöser war jedoch nicht alleine die gestrige, bittere Klatsche gegen die Arminen, sondern der Auftritt der Mannschaft in den letzten Wochen, der Coach Markus Heidtmann dazu veranlasst hat, laut über eine Auflösung seines zur Winterpause erst verlängerten Vertrages nachzudenken.

Noch vor zwei Wochen sprach er seinen Jungs das Potenzial und die nötige Qualität zu, um in den kommenden Spielzeiten auch mal Richtung Bezirksliga zu schielen. Doch gestern platzte ihm dann der Kragen: „Wir haben völlig ohne Motivation und Kampfgeist gespielt. Es war überhaupt kein Aufbäumen zu erkennen. Dabei müsste gegen den Tabellenführer auf so einer super Platzanlage die Einstellung und Motivation von ganz alleine da sein. Stattdessen blamieren wir uns da und ich muss mir von meinen alten Kameraden noch Häme anhören.“

[imgbox-left]http://static.reviersport.de/include/images/imagedb/000/006/912-7172_preview.jpeg Coach Heidtmann fehlt die nötige Einstellung bei seinen Jungs (Foto: Homepage BW Grümerbaum)[/imgbox]Der schlechte Auftritt ist jedoch dabei gar nicht das entscheidende Kriterium für Heidtmanns Kritik an der Truppe. Viel enttäuschter ist er über die gesamte Entwicklung seiner jungen Kicker: „Ich sehe einfach nicht mehr, dass die Jungs wollen. Das ist eine Einstellungssache, die beschäftigen sich in der Kabine mit allem, nur nicht mit dem Match, welches vor ihnen liegt. Und zwei Minuten nach der Partie tun sie so, als wär nichts gewesen.“

Dieses Problem scheint sich auch in der Trainingsbeteiligung widerzuspiegeln: „Mit sechs Mann beim Training kannst du nicht wirklich viel anfangen. Selbst wegen kleinsten Wehwehchen bleiben die lieber zu Hause.“

Heidtmann sieht bei seinen Jungs also in erster Linie ein Einstellungsproblem. Allerdings scheint dies so gravierend, dass der Linienchef selbst kaum noch Hoffnung sieht, dass sich daran noch etwas ändert: „Ich erzähle immer das Gleiche, aber es tut sich nichts. Im Moment sieht es doch sehr stark danach aus, dass spätestens am Saisonende Schluss für mich ist. Denn das hier entspricht nicht meiner Philosophie von Fußball.“

Morgen soll es zwischen Vorstand und Mannschaft, sowie Trainer und Vorstand noch einmal zu klärenden Gesprächen kommen, doch die Zeichen stehen klar auf Abschied – entweder sofort oder sonst wohl spätestens nach der Rückrunde.

Autor: Fabian Weitkämper

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