Bezirksliga 8 NR: TB Oberhausen - SuS 21 Oberhausen 0:2 (0:0)

Zwei Chancen, zwei Treffer

hg
16. März 2008, 19:49 Uhr

"Am Ende waren wir einfach fitter", resümierte Michael Schneider, Coach beim SuS Oberhausen, den 2:0 Auswärtserfolg seiner Kicker und vergaß dabei nicht die Unterstützung von Fortuna bei dem Erfolg: "Natürlich war es auch glücklich, denn wirklich zufrieden kann ich heute nicht sein." Das waren die Zuschauer auch nicht, denn was besonders in der ersten Halbzeit geboten wurde, war fußballerische Magerkost. [i]Ein Ortstermin[/i]

Dabei standen die Zeichen auf ein abwechslungsreiches Derby nicht schlecht. Schließlich geht es für beide Teams gegen den Abstieg. Doch die Kicker orientierten sich wohl am Wetter und spielten besonders in der ersten Hälfte einfach mies. [infobox-right]Die Aufstellung und Statistik:
TB Oberhausen: van Hueth - Haverkamp, Thomas, Wallmann, Yeter - Önal (60. Stüdemann), Özmen, Terzi - Rondo-Peres - Güc, Tuna (78. Buchholz)
SuS 21 Oberhausen: Demarino - Kolbitsch, Nemitz, Schmidt (80. Volkmer), Thur - Bongers, Fröse (70. Gordon), Kositz, Unkel - Pleger (60. Lange), Verhülsdonk
Gelb-Rot: Unkel (SuS Oberhausen) (83.)
Tore: 0:1 Verhülsdonk (78.), 0:2 Kositz (79.)
Schiedsrichter: Amir Klicic (Brüggen)
Zuschauer: 90 [/infobox] Dabei hatten die Hausherren ein leichtes Übergewicht auf dem Platz, wirklich zwingende Chancen sprangen nicht heraus. Bis auf zwei Fernschüsse wurde Sascha Demarino, Keeper der Gäste, nicht zwingend in Gefahr gebracht - und das, obwohl die Defensive der SuS-Elf um Libero Sascha Nemitz alles andere als sattelfest wirkte. Zu viele Fehlpässe im Spielaufbau und überhastet weggeschlagene Bälle aus der Abwehr ließen Trainer Schneider an der Seitenlinie toben. "Keiner hat unser geplantes Offensiv-Spiel so umgesetzt wie es sein sollte. Das habe ich in der Pause dann in der Kabine lautstark kundgetan", verriet der 40-Jährige nach der Partie.

Die zweiten 45 Minuten konnten nur besser werden. Pünktlich zum immer stärker einsetzenden Regen pfiff Schiedsrichter Amir Klicic die Partie wieder an. Der ein oder andere Zuschauer älteren Semesters wird sich dabei auch an die legendäre Wasserschlacht zwischen Deutschland und Polen bei der Weltmeisterschaft 1974 erinnert haben, denn auch auf der Mellinghofer Straße rollte der Ball inzwischen ähnlich schlecht über den Rasen. Die ersten 15 Minuten nach Wiederanpfiff kann man erneut getrost vergessen, doch dann nahm die Begegnung ein wenig Fahrt auf. Die Kicker hatten sich wohl daran erinnert, dass ihnen nur ein Dreier hilft, um sich im Tabellenkeller etwas Luft zu verschaffen.

In der 60. Minute hatte Fatih Güc die Führung für die Haushherren auf dem Fuß, vergab jedoch freistehend vor dem Tor. Es folgten Aktionen von Recep Tuna (64.) und Christian Rondo-Peres (66.) mit einem ansehnlichen Freistoß, die man durchaus als gute Torchancen für TBO bezeichnen kann. Drei Minuten später zappelte der Ball dann auch im Netz der Gäste, doch Klicic entschied auf Abseits. Eine Niveausteigerung der Begegnung war aber deutlich erkennbar.

In der 78. Minute war es Bernhard Verhülsdonk, der den SuS 21 jubeln ließ und den bisherigen Spielverlauf schon ein wenig auf den Kopf stellte. Einen schnell herausgespielten Konter verwandelte der Stürmer souverän zur Führung für den Aufsteiger. 60 Sekunden später erhöhte Marcel Kositz auf 2:0 für die Gäste. Zwei Chancen, zwei Treffer. So etwas nennt man Effizienz. [imgbox-left]http://static.reviersport.de/include/images/imagedb/000/006/901-7161_preview.jpeg Erzielten die Tore: Marcel Kositz (li.) und Bernhard Verhülsdonk (re.), Offensiv-Kräfte von SuS Oberhausen[/imgbox]

Die Hausherren wollten zwar noch den Anschluss erzielen und hätten auch davon profitieren können, dass mit Marko Unkel, ein Akteur der Schneider-Elf mit Gelb-Rot vorzeitig duschen musste, etwas Zählbares gelang nicht mehr. "Das war hoffentlich ein Schuss vor den Bug zur rechten Zeit", grantelte Oliver Stolp, Team-Manager beim TBO, nach dem Abpfiff und fügte an: "Wir hatten zwar mehr Spielanteile, aber richtig gefährlich vor dem Tor waren wir auch nicht." Dass die Gäste am Ende mehr Luft hatten, hat auch seinen einfachen Grund: Während Schneider beim Training regelmäßig die komplette Truppe vorfindet, sind es beim Turnerbund manchmal nur eine handvoll Kicker, die zu den Übungseinheiten erscheinen. "Der Punktgewinn war wichtig, aber insgesamt waren und sind wir mit unserer jungen Truppe zu grün hinter den Ohren. Wenn wir jetzt nicht konsequent nachlegen, war der heutige Erfolg in ein paar Wochen wertlos", stellte Schneider dann noch klar, "in den ersten 70. Minute habe ich viel zu viele Fehler gesehen."

Autor: hg

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