In der Bezirksliga 13 dreht sich momentan kräftig das Personalkarussell. Seit Union Bergen bekannt gegeben hat, die Verträge mit den Coaches der ersten und zweiten Mannschaft Konnopka und Katola nicht zu verlängern, brodelt die Gerüchteküche über mögliche Nachfolger.

Bochum: Concordia Wiemelhausen und Union Bergen – Auswirkungen der Personalveränderungen

„Jeder Spieler ist irgendwie ersetzbar“

Fabian Weitkämper
26. Februar 2008, 15:57 Uhr

In der Bezirksliga 13 dreht sich momentan kräftig das Personalkarussell. Seit Union Bergen bekannt gegeben hat, die Verträge mit den Coaches der ersten und zweiten Mannschaft Konnopka und Katola nicht zu verlängern, brodelt die Gerüchteküche über mögliche Nachfolger.

Mittlerweile scheint mit Thomas Martin und Ingo Senne jedoch adäquater Ersatz gefunden (RevierSport online berichtete). Doch auch Frank Konnopka ist auf der Suche nach einem neuen Club schon wieder fündig geworden – er wechselt zur kommenden Spielzeit zu Concordia Wiemelhausen. Welche Auswirkungen haben die Personalveränderungen in den Vereinen? Bei den Bergenern, die die Verpflichtung der beiden neuen Linienchefs auf ihrer Mitgliederversammlung am Samstag offiziell bestätigen wollen, macht man sich keine großen Sorgen, dass der Abgang von Konnopka auch Auswirkungen auf die personelle Struktur der Mannschaft haben könnte.

[imgbox-left]http://static.reviersport.de/include/images/imagedb/000/000/919-933_preview.jpeg Steht nächste Saison in wiemelhausen an der Linie - Frank Konnopka (Foto: RS)[/imgbox]Unions Sportlicher Leiter Heiko Schmelz glaubt jedenfalls nicht, „dass die Anbindung einzelner Akteure an den Chef an der Außenlinie so groß ist, dass diese den Verein aufgrund der aktuellen Entscheidungen verlassen.“

Gespräche mit den Spieler soll es in der kommenden Woche geben, Schmelz erwartet jedoch keine großen personellen Umstrukturierungen: „Bisher haben wir jedenfalls keine konkreten Wechselabsichten und ich hoffe, dass das auch so bleibt. Auch Dariusz Wosz hat bei uns für zwei Jahre unterschrieben und bei seiner professionellen Einstellung bin ich mir sicher, dass er auch mit einem anderen Coach gut zusammen arbeitet.“

Sollte sich der ein oder andere doch für einen Wechsel entscheiden, wäre auch das kein Problem für Schmelz: „Jeder ist irgendwie ersetzbar. Wenn jemand meint, er könne unter dem neuen Trainer nicht kicken, dann werden wir schon eine Lösung finden.“

Auch die langfristigen Pläne werden sich trotz der aktuellen Vorkommnisse im Club nicht verändern: „Unsere Reserve soll sich als Unterbau mit jungen Akteuren in der Kreisliga B etablieren und für unsere Erste gilt auf längere Sicht als Ziel der Aufstieg in die Landesliga. Allerdings muss gerade dieser Schritt nicht zwangsläufig in der nächsten Spielzeit realisiert werden.“

Auch Concordia Wiemelhausen steht nach den Verpflichtungen von Stürmer Guido Silberbach und dem neuen Mann an der Linie Frank Konnopka für das Spieljahr vor einem Neuanfang. Für die Rückrunde kann es an der Glücksburger Straße nur heißen: Klassenerhalt realisieren um jeden Preis. Aktuell hat die Concordia als Dreizehnter der Tabelle vier Punkte Rückstand auf Rotthausen, allerdings auch noch ein Match weniger absolviert.

Neuzugang Silberbach, der Konnopka bereits aus Partien gegen seine ehemaligen Vereine kennt, ist sich sicher, „dass dieses Jahr in erster Linie die Verhinderung des Abstiegs steht und man dann in der kommenden Saison den Blick weiter nach oben richten kann.“

Die genaue Zielvorgabe und die Zusammensetzung der Truppe für nächste Jahr ist dem ehemaligen Angreifer von Vorwärts Kornharpen dabei jedoch nicht bekannt: „Ich weiß nicht, ob es weitere Verstärkungen gibt oder der Frank den ein oder anderen Akteur mitbringt, den wir gebrauchen können. All das wird sich erst in Gesprächen in den nächsten Wochen entscheiden. Ich hoffe, dass wir mit Frank dann den Blick weiter nach oben richten können und nicht mehr nach unten blicken müssen.“

Autor: Fabian Weitkämper

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