Als Schalke im August 2002 Darío Rodríguez und Gustavo Varela in Gelsenkirchen präsentierte, konnten die S04-Fans noch nicht viel mit den beiden Kickern aus Uruguay anfangen. Während der offensiv ausgerichtete Straßenfußballer zunächst voll einschlug, dann aber zum Pechvogel wurde, entwickelte sich der solide Abwehrmann erst im Laufe der Jahre zu einem Publikumsliebling in der Arena.

Schalke: Warum Andreas Müller auf "Urus" steht

"Passen von der Mentalität"

hb
25. Januar 2008, 09:26 Uhr

Als Schalke im August 2002 Darío Rodríguez und Gustavo Varela in Gelsenkirchen präsentierte, konnten die S04-Fans noch nicht viel mit den beiden Kickern aus Uruguay anfangen. Während der offensiv ausgerichtete Straßenfußballer zunächst voll einschlug, dann aber zum Pechvogel wurde, entwickelte sich der solide Abwehrmann erst im Laufe der Jahre zu einem Publikumsliebling in der Arena.

Am gestrigen Mittwoch trainierte "Rod" mit seinen alten Schalker Teamkollegen, am morgigen Freitag wird er vor dem Freundschaftsmatch gegen den FC Basel von den Königsblauen verabschiedet. Vor allem menschlich ist das ein Verlust für Schalke.

Fünf Jahre nach ihm und Varela holte Manager Andreas Müller mit Carlos Grossmüller den nächsten Nationalkicker aus Montevideo, Mexiko-Legionär Vicente Sanchez ist nun der vierte Profi aus dem Land des zweifachen Weltmeisters. "Mit Darío und Gustavo haben wir trotz dessen Verletzungen gute Erfahrungen gemacht. Von der Mentalität passen Uruguayer sehr gut in die Bundesliga", meint der 45-Jährige. "Sie sind sehr arbeitswillig und konnten sich schnell integrieren. Daher denke ich, dass wir die richtigen Spieler geholt haben."

Sanchez wurde bereits seit über einem Jahr von Schalke beobachtet. Müller selbst war nach Montevideo zu einem Länderspiel gereist, Chef-Scout Uwe Scherr und seine Mitarbeiter nahmen den Linksaußen vier, fünf Mal in Mexiko unter die Lupe.
Im Land der Azteken waren ihnen auch andere Kicker aufgefallen, doch Sanchez stellte sie alle in den Schatten. "Die mexikanische Liga gehört zu den besten in Mittel- und Südamerika. Wer sich da so durchsetzt wie Vicente, der muss ein Guter sein", ist Müller von den Qualitäten des Torjägers überzeugt.

Autor: hb

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