Beeindruckender Zwischenspurt nach holprigem Beginn: In den ersten sechs Spielen blieb der DSC Wanne-Eickel ohne Sieg, darauf folgten elf Spiele ohne Niederlage.

Wanne: Jens Wolf entwickelt sich zum Führungsspieler

"Ich bin ein Wanner Jung"

dvb
11. Januar 2008, 22:41 Uhr

Beeindruckender Zwischenspurt nach holprigem Beginn: In den ersten sechs Spielen blieb der DSC Wanne-Eickel ohne Sieg, darauf folgten elf Spiele ohne Niederlage. "Diese Serie würden wir gerne in der Rückrunde ausbauen und am Ende den zweiten Platz in der Tabelle sichern", setzt Trainer Willi Koppmann ein Saisonziel. Stellvertretend für die Mannschaftsleistung steht Jens Wolf:

"Nach Startschwierigkeiten konnte ich mich kontinuierlich steigern", beurteilt sich der defensive Mittelfeldspieler selbst. Schon in der Jugend kickte der 26-Jährige beim DSC Wanne-Eickel. Der Sprung in die Erste gelang ihm jedoch nicht. "Ich saß hauptsächlich auf der Bank, womit ich natürlich nicht zufrieden war", erinnert sich Wolf nur ungern an sein Reservisten-Dasein. Deshalb wechselte er zum VfB Habinghorst in die Bezirksliga. In der abgelaufenen Saison feierte er dort den Aufstieg in die Landesliga. Danach zog es den gebürtigen Wanner wieder in die Heimat - zum DSC.

In der Hinrunde wuchs Wolf zu einem wichtigen Akteur für den Verbandsligisten. "Jens hat sich innerhalb der Mannschaft am meisten verbessert", freut sich Koppmann. "Er ist aus der Startformation nicht mehr wegzudenken." Als "Sechser" hält Wolf nicht nur die starke Wanner Defensive zusammen, er ist dazu noch sehr torgefährlich. "Obwohl ich eher kleingewachsen bin, habe ich ein ganz gutes Timing bei Standards", erklärt der Kopfball-Spezialist seine fünf Saisontreffer. Und setzt sich hohe Ziele für die Rückrunde: "Ich möchte mein Torkonto verdoppeln."

Seinen sportlichen Erfolg erklärt der Sport- und Geographiestudent an der Ruhr-Uni Bochum mit privatem Glück. Seit einem Jahr ist er mit seiner Freundin Daniela zusammen. "Sie ist selbst fußballinteressiert und unterstützt meine Karriere", kann er sich auf die nötige Rückendeckung verlassen. Und in Wanne-Eickel fühlt er sich pudelwohl. "Ich bin ein Wanner Jung´. Das ist meine Heimatstadt."

In seiner sportlichen Zukunft hat Wolf noch viel vor: "Ich möchte den Sprung in die Oberliga schaffen." Ob das schon in dieser Saison klappt? "Es wird sehr schwierig, Wattenscheid noch einzuholen", bleibt der Allrounder Realist. "Aber am liebsten würde ich natürlich mit dem DSC aufsteigen. Denn Wanne-Eickel ist für mich eine Herzensangelegenheit."

Autor: dvb

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