Er ist so etwas wie ein Zugang aus den eigenen Reihen, eben ein guter Bekannter, der lange weg war. Als Levan Kobiashvili am Freitag die Vorbereitung auf die Rückrunde aufnahm, dann war das für ihn ein Neuanfang. Denn 2007 stand für ihn, der vier Spielzeiten lang ein Dauerbrenner für den FC Schalke war, unter keinem guten Stern.

"Papa, wann kannst du wieder für Schalke spielen?"

"Kobi" ein interner Neuzugang

hb
05. Januar 2008, 09:19 Uhr

Er ist so etwas wie ein Zugang aus den eigenen Reihen, eben ein guter Bekannter, der lange weg war. Als Levan Kobiashvili am Freitag die Vorbereitung auf die Rückrunde aufnahm, dann war das für ihn ein Neuanfang. Denn 2007 stand für ihn, der vier Spielzeiten lang ein Dauerbrenner für den FC Schalke war, unter keinem guten Stern.

Schon zu Beginn der laufenden Saison musste "Kobi" wegen Adduktorenbeschwerden, die er sich bei einem Freundschaftsspiel mit Georgien gegen Luxemburg zugezogen hatte, vier Wochen lang aussetzen. Als er am 25. September beim Revierderby in Duisburg sein Comeback feierte, war dies nur von kurzer Dauer.

Drei Tage später, in der Heimpartie gegen Hertha BSC, musste Kobiashvili schon wenige Sekunden nach seiner Einwechslung für Christian Pander wieder vom Feld. "Ich wusste sofort, dass es etwas Schlimmes ist. Das war ein anderes Gefühl als bei der Verletzung gegen Luxemburg", erinnert sich der Nationalkicker. Die niederschmetternde Diagnose war ein Adduktorenabriss, der acht Wochen Pause nach sich zog.

Es war erst das zweite Mal in seiner Karriere, dass er länger ausfiel. Knappe vier Monate bevor er Anfang 1998 zum SC Freiburg wechselte, hatte er sich beim russischen Erstligisten Alania Wladikawkas eine Blessur an der Leiste zugezogen. "Die Ärzte damals schienen mit der Sache völlig überfordert zu sein. Das war auch mit ein Grund, warum ich 1998 nach Deutschland gewechselt bin", blickt Kobiashvili zurück, der die medizinische Betreuung auf Schalke als perfekt bezeichnet.

In der fußballfreien Zeit konnte sich Papa Levan ausgiebig mit Tochter Salome und Sohn Nicka beschäftigen. Der Knirps spielt selbst Fußball, allerdings in der Düsseldorfer Wahlheimat der Familie Kobiashvili. Nach ein paar Wochen daheim hätte Nicka gefragt: "Papa, wann kannst du denn endlich wieder für Schalke spielen?" Der Kurzeinsatz im letzten Spiel des Jahres 2007 gegen Nürnberg war für "Kobi" bereits ein erster Schritt zurück in die Mannschaft. 2008 soll die Rückkehr auf den Stammplatz in der ersten Schalker Elf gelingen, ob im Mittelfeld oder auf der linken Verteidigerposition.

Autor: hb

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