Vor fast zwei Monaten musste Uwe Weidemann nach einem 1:1 gegen Eintracht Braunschweig bei Fortuna Düsseldorf seine Sachen packen. Nun ist klar, wer seine Nachfolge antritt: Der Ex-Duisburger Norbert Meier soll die Landeshauptstädter zurück in die Zweite Bundesliga führen. RS unterhielt sich mit dem neuen Coach bei seinem Amtsantritt.

Düsseldorf: Neu-Coach Norbert Meier im Interview

"Ich liebe Angriffsfußball"

kru
05. Januar 2008, 09:04 Uhr

Vor fast zwei Monaten musste Uwe Weidemann nach einem 1:1 gegen Eintracht Braunschweig bei Fortuna Düsseldorf seine Sachen packen. Nun ist klar, wer seine Nachfolge antritt: Der Ex-Duisburger Norbert Meier soll die Landeshauptstädter zurück in die Zweite Bundesliga führen. RS unterhielt sich mit dem neuen Coach bei seinem Amtsantritt.

Norbert Meier, Glückwunsch zum neuen Job! Was verbindet Sie mit der Fortuna?

Ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit, habe viele Berührungspunkte. Vor allem als Spieler hatte ich einige heiße Duelle, als ich für Werder Bremen und Borussia Mönchengladbach gespielt habe. Auch im Amateurbereich bin ich als Trainer immer gerne auf Düsseldorf getroffen.
Die wahrscheinlich wichtigste Frage: Wie lauten Ihre Ziele?
Wir wünschen uns alle, dass die Fortuna nach langen Jahren der Abstinenz wieder nach oben kommt. Das hat die Metropole Düsseldorf auch verdient. Aber ich bin nicht der Typ, der ständig davon spricht. Wir müssen hart arbeiten und Konstanz in die Leistungen bringen.
Das war das Problem in der Hinrunde, oder?
Genau, die Mannschaft ist bombastisch gestartet, hat nach acht Partien von 24 möglichen 20 Punkte eingefahren und dabei keinen Gegentreffer kassiert. Aus den letzten zwölf Matches gab es dann nur 13 Zähler. Wichtig ist, dass wir kapieren, dass man in keinem Spiel auf nur zehn Prozent Einstellung verzichten kann. Dann ist man direkt auf verlorenem Weg.
Was halten Sie von der Mannschaft?
Wir haben einen sehr guten Kader, der mit Sicherheit zu den besten fünf der Liga gehört. Die Defensive war in der Hinrunde das Prunkstück. Diese gute und stabile Abwehr muss man in Einklang bringen mit dem Offensivspiel. Ich liebe Angriffsfußball, schließlich war ich auch selbst Stürmer. Jeder wünscht sich von uns schöne Kombinationen nach vorne. Das ist aber auch eine Frage des Selbstvertrauens. Wenn das da ist, gehen viele Dinge von alleine.

Ist es nicht vorhanden, ist der ballführende auch oft die ärmste Sau auf dem Feld.
Wie gut kennen Sie Ihren neuen Co-Trainer Uwe Klein?
Wir haben bereits miteinander telefoniert und bei keinem waren Berührungsängste da. Wir sind uns ja schon in der letzten Spielzeit über den Weg gelaufen. Als ich mit Dresden in der LTU-arena zu Gast war, hatte Uwe die volle Verantwortung, da Uwe Weidemann erkrankt war.

Wie gut haben Sie Ihren Rausschmiss in Dresden verdaut?
Sehr gut. Aber nachdem ich dort beurlaubt worden bin, wurden die Ziele sofort heruntergeschraubt. Man muss aber berücksichtigen, dass dann einige verletzte Spieler zurückgekehrt sind. Thomas Bröker und Ivo Ulich hatte ich gar nicht zur Verfügung. Dennoch war Dynamo eine herrliche Erfahrung für mich. Über ein Jahr Tätigkeit ist für einen Trainer aus dem Westen bei einem Club aus den neuen Bundesländern eine lange Zeit.
Zurück zur Fortuna, bei der auch Neuverpflichtungen ein heißes Thema sind. Haben Sie schon jemanden auf dem Zettel?
Wir gehen das akribisch an, wenn Wolf Werner wieder aus dem Urlaub zurück ist. Als erstes müssen wir abwägen, was alles finanziell möglich ist und dann werden wir uns mit Namen beschäftigen.

Autor: kru

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