Landesliga 3 West: Ballgeflüster

Afrikanisches Warmmachen

RS
04. November 2007, 11:46 Uhr

"Serientäter" in Heven, Angst vorm Tor in Wattenscheid, gute Reaktion in Erle und Bewährungschance in Sodingen - dies und mehr gibt es im Ballgeflüster der Landesliga 3 West. „Wir brechen immer komplett ein, wenn wir in Rückstand geraten“, moniert etwa Südfeldmarks Trainer Kai Dworecki nach erfolglosen Wochen. Heven - Serientäter: Egal welche Spieler beim TuS Heven aktiv sind, die Mannschaft zeichnet sich immer wieder als Serientäter aus.

Setzte das Team von Trainer Gottwald in der vergangenen Rückrunde nach sechs Niederlagen in Folge zu einer Siegesserie von sieben Partien an, stehen aktuell fünf Spiele ohne Niederlage zu Buche. Natürlich gab es vorher eine negative Serie: vier Niederlagen zwischen dem vierten und siebten Spieltag.

ERLE: Gute Reaktion

Mit dem Tabellenstand ist Erles Trainer Eduard "Ede" Demps alles andere als zufrieden, sind die Gelsenkirchener doch auf die Abstiegsränge gerutscht. Positiv stimmte ihn allerdings die Resonanz auf das Training, das er an Allerheiligen anberaumt hatte. „Der gesamte Kader war anwesend“, freute sich Demps. „Das ist die richtige Reaktion auf die aktuelle sportliche Lage.“

SÜDFELDMARK: Angst vorm Tor

„Wer 1:0 führt, der stets verliert“, lautet eine der unzähligen Fußballweisheiten. Wäre diese wahr, stünde der SSV Südfeldmark noch vor dem Aplerbecker SC in der Tabelle. „Wir brechen immer komplett ein,wenn wir in Rückstand geraten“, moniert Trainer Kai Dworecki. „Unsere Defensivleute sagen sich offenbar, dass die Stürmer sowieso nicht treffen und versuchen es dann selber“, so Dworecki. „Nur leider geben wir damit unsere taktischen Vorgaben komplett auf.“ Außenstehende bringen sogar Verständnis für die Verteidiger auf, denn Südfeldmarks größtes Problem ist die Chancenverwertung oder besser: Die Angst vorm gegnerischen Tor.
HEVEN: Afrikanisches Warmmachen

Salieu Nije wird gelegentlich von Hevens Trainer Oliver Gottwald eingespannt im Training. Der Afrikaner soll dann seine Mitspieler warmmachen. „Da kann man sehen,welch steife Böcke wir in der Mannschaft haben“, verbreiten die Einheiten vor allem beim Coach große Freude. „Sammys Programm beinhaltet Tanzen, Gymnastik und einen besonderen Rhythmus“, erläutert Gottwald, der den Spaß beim afrikanischenWarmmachen auch als positiv für die Gesamtstimmung innerhalb des Teams ansieht.

SODINGEN: Bewährungschance

Ziemlich unwahrscheinlich ist im Spiel gegen den TuS Eving der Einsatz von Sodingens Nummer eins, Michael Esser. Der junge Keeper, der sich in der Vorbereitung überraschend gegen Daniel Kozakowski durchgesetzt hat, ist im Training umgeknickt. Nun könnte für Kozakowski die Bewährungschance kommen. „Daniel ist natürlich mit seinem Status unzufrieden“, so Trainer Michael Pannenbecker, der den aktuellen Ersatztorwart aus Erkenschwick mitgebracht hatte. „Wenn er zum Einsatz kommt, kann er zeigen, was er kann.“

Autor: RS

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