Ein 0:7-Heimdebakel erlebte die Mannschaft von SV Yeni Genclikspor im Spitzenspiel gegen BG Schwerin. „Das Ergebnis geht auch in dieser Höhe vollkommen in Ordnung“, musste der maßlos enttäuschte SV Yeni-Coach Zeki Terzioglu nach Spielende einräumen.[i]Ein Ortstermin[/i]

Bezirksliga 15: 0:7-Debakel für Terzioglu-Elf

Schwerin überrollt SV Yeni Genclikspor

24. September 2006, 21:51 Uhr

Ein 0:7-Heimdebakel erlebte die Mannschaft von SV Yeni Genclikspor im Spitzenspiel gegen BG Schwerin. „Das Ergebnis geht auch in dieser Höhe vollkommen in Ordnung“, musste der maßlos enttäuschte SV Yeni-Coach Zeki Terzioglu nach Spielende einräumen.[i]Ein Ortstermin[/i]

Die Gastgeber wurden dabei fast vom Start weg überrollt. Bereits in der fünften Spielminute gingen die Blau-Gelben durch einen Kopfball von Sebastian Janas in Führung, der völlig ungehindert zum 1:0 einköpfen konnte.

Im Anschluss rollte Angriffswelle auf Angriffswelle in Richtung Genclikspor-Keeper Mehmet Akcay. Hätten die Schweriner die sich bietenden Möglichkeiten genutzt, das Spiel wäre bereits zur Halbzeit entschieden gewesen. Die mangelnde Chancenverwertung der ersten Halbzeit war auch das einzige Haar in der Suppe, das Schwerins Trainer Karsten Gowik in der Analyse fand: „Wir hätten in der ersten Halbzeit noch ein, zwei Tore mehr machen müssen, dann wäre die Hektik aus dem Spiel gewesen.“[imgbox-right]http://www.revierkick.de/include/images/gallery/img_thumb_94.jpg Für Bewegung sorgten im Spitzenspiel vor allem die Blau-Gelben, die Yeni Genclikspor an diesem Tag die Grenzen aufzeigten. Foto: revierkick.de[/imgbox]

So aber fiel bis zum Pausentee nur noch ein einziger Treffer durch den stets gefährlichen Christian Grond. Der quirlige Sebastian Janas hatte einen langen Ball aus dem Mittelfeld technisch fein mit der Hacke auf seinen Sturmpartner abgelegt und der ließ mit einem trockenen Rechtsschuss Schlussmann Mehmet Akcay keine Chance (32.).

Praktisch mit dem Pausenpfiff schwächte sich die Elf von Zeki Terzioglu dann auch noch selbst. Manndecker Hakan Sarkin hatte bereits Gelb gesehen und hielt völlig unnötig im Mittelkreis seinen Gegenspieler fest. Daraufhin zückte der unauffällige Referee Thomas Endberg völlig regelkonform Gelb-Rot. Yenis Co-Trainer Namir Mehmedović war dennoch mächtig verärgert: „Ein erfahrener Schiedsrichter hätte hier sicher mehr Fingerspitzengefühl gezeigt und es bei einer Ermahnung belassen“, fand er die Entscheidung gegen Sarkin deutlich zu hart.

Obwohl in Unterzahl agierend, versuchte Genclikspor nach Wiederanpfiff mehr Druck zu entwickeln, blieb aber bis auf zwei Möglichkeiten, die Dennis Feind jedoch leichtfertig vergab (54./ 67.), harmlos. Die meisten Angriffe wurden bereits vom bärenstarken Schweriner Mittelfeld um Marcus Scheffer und Markus Pollok zunichte gemacht und anschließend vom intelligenten Spielmacher Damian Liedke in Offensiv-Aktionen umgewandelt. Eine dieser Aktionen brachte dann erneut durch Sebastian Janas die 3:0 Vorentscheidung. Wieder einmal schneller als seine Gegenspieler, ließ er dem herausstürzenden SV-Yeni Keeper mit einem schönen Heber keine Chance (63.).

Die Mannschaft von Zeki Terzioglu ergab sich nun in ihr Schicksal und die torhungrigen Schweriner kamen noch zu vier weiteren Treffern. Mit dem 4:0 in der 72. Spielminute erzielte Sebastian Janas, durch einen an ihm selbst verursachten Foulelfmeter, bereits seinen neunten Saisontreffer. Anschließend traf noch der eingewechselte Thomas Foijcik (73.), Christian Grond kam noch zu seinem zweiten Erfolgserlebnis (80.) und Damian Liedke krönte seine überragende Leistung schließlich mit dem 7:0 (90.).

Das ganze Ausmaß dieser „Packung“ fasste nach dem Spiel Zeki Terzioglu zusammen: „Wir haben heute alles falsch gemacht, was man falsch machen kann.“

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