Das Kellerduell zwischen den beiden Gelsenkirchener Klubs SV Heßler 06 und Rot-Weiß Wacker Bismarck endete mit einem glücklichen Sieg der Gäste. Die Hausherren waren das bessere und aktivere Team, gaben in den letzten fünf Minuten aber den sicher geglaubten Sieg aus der Hand. Bismarck drehte das Spiel in Unterzahl und kam zu einem 3:2 Erfolg, was gleichzeitig der erste „Dreier“ für die Rot-Weißen in dieser Spielzeit bedeutet. [i]Ein Ortstermin[/i]

Bezirksliga 13: RWW Bismarck gewinnt Kellerduell

"Das war blamabel"

stebla
30. September 2007, 19:10 Uhr

Das Kellerduell zwischen den beiden Gelsenkirchener Klubs SV Heßler 06 und Rot-Weiß Wacker Bismarck endete mit einem glücklichen Sieg der Gäste. Die Hausherren waren das bessere und aktivere Team, gaben in den letzten fünf Minuten aber den sicher geglaubten Sieg aus der Hand. Bismarck drehte das Spiel in Unterzahl und kam zu einem 3:2 Erfolg, was gleichzeitig der erste „Dreier“ für die Rot-Weißen in dieser Spielzeit bedeutet. [i]Ein Ortstermin[/i]

Eine Begegnung mit viel Brisanz sahen die nur rund 100 Zuschauer im Jahnstadion. Der Tabellenvorletzte Heßler 06 traf auf dem Letzten RWW Bismarck. Die beiden Teams waren mit jeweils sechs Niederlagen katastrophal in die Serie gestartet und konnten sich erst am letzten Wochenende über die ersten Punktgewinne freuen. Von Beginn an merkte man beiden Mannschaften an, dass sie den kleinen Positivtrend fortsetzen wollten.

Bismarck fand als erstes Team in die richtige Spur. In der 16. Minute wird Marvin Meißner von Timor Karagülnez freigespielt und erzielt mit einem platzierten Schuss aus 18 Metern die Führung für Wacker. Fünf Minuten später hat Heßler die Riesenchance zum Ausgleich, Markus Dietz setzt einen Strafstoß nur an den Pfosten.

Die Elf von Wolfgang Heil entfachte zu Beginn der zweiten Halbzeit noch einmal Druck. Eine Eckballserie und einige Weitschüsse prasselten auf die Gäste ein, doch Tobias Hennemann erwies sich als sicherer Rückhalt. In der 52. Minute verpasst Michael Schindowski die Ausgleichsmöglichkeit, in dem er freistehend aus zwei Metern eine Flanke nicht über die Linie drücken konnte. Das spielerische Übergewicht wurde schließlich belohnt, zwei Minuten später köpft Ugur Semsoy nach einem Eckball den fälligen 1:1-Ausgleich.

Die Blau-Weißen arbeiten in der Folgezeit am Führungstreffer und der Bismarcker Coach Klaus Nelle muss mit ansehen, wie seine Elf, die mit mittlerweile 22 Gegentoren die schwächste Abwehr der Liga hat, binnen weniger Minuten viele Torchancen zuließ. Michael Schindowski (60.), Umit Bozdogan (66.) und Ugur Semsoy (73.) konnten daraus aber kein Kapital für ihre Mannschaft schlagen. Die Gäste waren weiterhin selten gefährlich, Marvin Meißner scheitert bei einem Konter am herauslaufenden Schlussmann Aydin Mehmedagic (76.).

[imgbox-right]http://static.reviersport.de/include/images/imagedb/000/004/501-4547_preview.jpeg Bismarcker Freunde nach dem Schlusspfiff über den ersten Sieg in dieser Saison (RS-Foto: stebla)[/imgbox]In der 80. Spielminute wurde Mehmet Önata im Strafraum umgelegt, Umit Bozdogan verwandelt sicher ins linke Eck.

Das Spiel schien entschieden, Bismarck drehte jedoch überraschend im Unterzahl, Verteidiger Sascha Breuer wurde nach Protesten vom Platz gestellt (81.), das Spiel. Wacker-Torjäger Meißner bewies dabei seinen Torriecher und köpfte nach einem Eckball den Ausgleich (85.) Heßler machte hinten auf und fing sich in der 90. Minute sogar noch das 2:3 ein, der eingewechselte Christian Hilbert erzielte das Siegtor.

„Man hat gesehen, dass wir Moral haben und kräftemäßig gut drauf sind, das ist der Vorteil der Jungend. Der Sieg war am Ende sicher glücklich, da Heßler sich mehr Chancen herausgespielt hat. Ich bin zufrieden, dass wir nach der schwachen ersten Hälfte noch als Sieger vom Platz gegangen sind“, resümierte Bismarck-Trainer Klaus Nelle.

Wolfgang Heil war dementsprechend sauer auf seine Mannschaft: „Von den Torchancen her hätten wir das Spiel klar gewinnen müssen. Das, was wir in den letzten Minuten gezeigt haben, war blamabel. Der Ausgleich hat uns das Genick gebrochen, beim dritten Tor war das eine Arbeitsverweigerung. Wir sind momentan nicht in der Lage, ein ruhiges Spiel aufzubauen, sind zu nervös und machen zu viele leichte Fehler.“

Autor: stebla

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