Schalkes Sportvorstand Christian Heidel öffnet Max Meyer die Tür: Von Vereinsseite geht die Tendenz Richtung Fortsetzung der Zusammenarbeit.

Schalke

Meyers Perspektive hat sich auf Schalke verbessert

Thomas Tartemann
06. Mai 2017, 08:37 Uhr
Foto: Firo

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Schalkes Sportvorstand Christian Heidel öffnet Max Meyer die Tür: Von Vereinsseite geht die Tendenz Richtung Fortsetzung der Zusammenarbeit.

Die Perspektive von [person=8906]Max Meyer[/person] hat sich beim FC Schalke 04 verbessert. Das sensible Offensiv-Talent wartete in der bisher enttäuschenden Bundesliga-Saison lange auf den Aha-Effekt. Erst in den letzten Spielen konnte sich der 21-Jährige nachhaltig in den Vordergrund spielen.

Zumindest, bis ihn Muskelprobleme stoppten. „Wir werden am Samstag noch drüber sprechen, ob Max Sonntag spielen kann“, sagt Trainer Markus Weinzierl vor dem wichtigen Duell beim SC Freiburg am Sonntag (17.30 Uhr/Sky). Für Schalke geht es erneut um viel – nur mit einem Sieg erhält die Hoffnung, es doch noch in die Europa League zu schaffen, neuen Nährboden. „Wenn wir gewinnen, sind wir vor dem SC Freiburg“, sagt Weinzierl voller Zuversicht.

Heidel lobt Meyer: „Zuletzt richtig gut gemacht“

Einen fitten Max Meyer in guter Form könnte Weinzierl jetzt gut gebrauchen. Der Vertrag des technisch versierten Spielers besitzt noch bis zum 30. Juni 2018 Gültigkeit. Die Frage stellt sich zwangsläufig: vorzeitig verlängern oder in der Sommerpause wechseln? Schalke könnte Meyers Ablösesumme, die sich im zweistelligen Millionenbereich einpendeln würde, bei der Zusammenstellung des neuen Kaders investieren.

Doch von Vereinsseite geht die Tendenz aktuell eher Richtung Fortsetzung der Zusammenarbeit. „Max hat eine Saison gespielt, die nicht so verlaufen ist, dass man immer hellauf begeistert war. Doch zuletzt hat er es richtig gut gemacht“, lobt Sportvorstand Christian Heidel. Der Schalker Kaderplaner öffnet Meyer die Tür: „Die letzten Spiele waren ein Zeichen: Mit dem Trainer und dem System gibt es einen Platz für Max Meyer. Das war vorher nicht unbedingt so.“

Vor wenigen Monaten irrlichterte der olympische Silbermedaillen-Gewinner von Rio durch die Schalker Offensive. Seine Lieblingsposition, als klassischer Zehner die Strippen zu ziehen, gab es nicht. Meyer kam mal in der Halbposition, mal als zweite Spitze zum Einsatz. Und oft auch gar nicht. Mittlerweile hat das Eigengewächs Argumente gesammelt, auch langfristig mit ihm zu planen. Heidel: „Wir werden uns nach Saisonschluss zusammensetzen.“ Max Meyer wünscht sich grundsätzlich Vertrauen – nach einer langen Zeit der Ungewissheit scheint er nun seine Anerkennung zu bekommen.

Ob Meyer auch in den nächsten Jahren bei Schalke dribbelt, hängt nicht mit der Personalie seines Teamkollegen Leon Goretzka zusammen. Der 22-Jährige, dessen Arbeitspapier ebenfalls noch ein Jahr Gültigkeit besitzt, spielt seine bisher stärkste Saison auf Schalke. Goretzka beeindruckt durch enorme Präsenz, schnelle Auffassungsgabe, großes taktisches Geschick, Dynamik und Torgefahr. „Leon ist ein ganz zentraler Spieler für uns. Jeder kann davon ausgehen, dass wir alles tun, um mit ihm zu verlängern“, sagt Christian Heidel, der um den Leistungsträger das neue Team aufbauen will.

Schalke hat bei Kolasinac nur wenig Hoffnung

Was bei Goretzka und Meyer klappen könnte, erscheint bei Sead Kolasinac mittlerweile aussichtslos. Der begehrte Linksverteidiger bekam kurz vor Weihnachten einen Schalke-Vertrag vorgelegt, hat aber als ablösefreier Nationalspieler von Bosnien und Herzegowina alle Trümpfe in seiner Hand. Kolasinac orientiert sich Richtung England. „Ein neuer Zehn-Jahres-Vertrag mit Seo wäre mir lieb gewesen. Ich glaube aber nicht, dass es eine Möglichkeit oder den Zeitpunkt gab, hier mit ihm zu verlängern“, sagt Heidel, „und wenn es so wäre, würde ich es zugeben.“ So ganz abgeschrieben hat Heidel den Abwehrspieler nicht: „Außer bei Fußballspielen bin ich immer Optimist.“

Autor: Thomas Tartemann

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