Der BVB hat sensationell mit 3:2 gegen den FC Bayern gewonnen – auch wegen Ousmane Dembélé. Die schwarz-gelbe Einzelkritik.

BVB-Noten

Reus überragt als Torjäger und Kämpfer

Marian Laske
26. April 2017, 23:16 Uhr
Foto: Firo

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Der BVB hat sensationell mit 3:2 gegen den FC Bayern gewonnen – auch wegen Ousmane Dembélé. Die schwarz-gelbe Einzelkritik.

Roman Bürki (1-): War an den beiden Gegentoren in der ersten Halbzeit schuldlos. Verhinderte kurz vor Ende der ersten Hälfte eine deutliche Bayern-Führung. Grober Fehlpass (63.), ansonsten stark. Kurz vor Schluss scheiterte Robben an ihm.

Lukasz Piszczek (bis 80., 4): Hatte einige Probleme mit Frank Ribéry, der immer wieder für Gefahr sorgte und auch die Bayern-Führung durch Hummels vorbereitete (41.). In Hälfte zwei besser.

Sokratis (3): Die BVB-Viererkette stand hoch, das klappte zu Beginn gut. Im weiteren Spielverlauf häuften sich aber die Bayern-Chancen. Sokratis mühte sich, hatte aber mit Robert Lewandowski immer wieder Probleme, stabiler in Halbzeit zwei.

Sven Bender (2): Bei Bayern-Standards war Bender Javi Martinez zugeteilt – vor dem 1:1 wurde er weggeblockt, Martinez traf. Sensationelle Rettungstat in der 63. Minute, als er den Ball noch an den Pfosten lenkte. Sonst hätte der BVB wohl verloren, auch deswegen eine gute Leistung.

Marcel Schmelzer (3): Am Ende verlor er das Kopfballduell beim Bayern-Ausgleich (29.), aber zugeteilt für Torschütze Javi Martinez war Sven Bender. Schmelzer schaffte es in der Defensive über weite Strecken, Arjen Robben aus dem Spiel zu nehmen.

Julian Weigl (3-): Wie immer um Ordnung bemüht. Doch der BVB verlor im Laufe der ersten Halbzeit die Spielkontrolle, das lag auch am fehlenden Zugriff im Zentrum. Doch Weigl steckte nicht auf.

Gonzalo Castro (bis 46., 4): Ähnlich wie Weigl hatte er im Laufe der ersten Halbzeit immer mehr Mühe, die Bayern-Angriffswelle aufzuhalten.

Ousmane Dembélé (1-): Vertändelte viel zu viele Bälle, hatte kaum gefährliche Offensivaktionen. In der Defensive schaffte er es in Hälfte eins gemeinsam mit Piszczek nicht, Ribéry und Alaba aufzuhalten. Aber auch das ist Dembélé: Er schaffte es trotzdem, den BVB-Ausgleich zum 2:2 einzuleiten. Und erzielte das sensationelle 3:2 für den BVB. Er wurde so zum Sinnbild des rasanten BVB-Spiels. Das verdient eine gute Note.

Raphael Guerreiro (2): Bereitete die erste Großchance des BVB durch Aubameyang vor (4.). Bereitete auch das 1:0 durch Reus vor, weil er instinktiv auf den Fehlpass von Mats Hummels lauerte. Unterstützte Schmelzer in der Defensive. Starke Ausstrahlung, starkes Spiel.

Marco Reus (2): Tuchel sagte noch am Dienstag, wie wichtig Marco Reus sei. Und der traf direkt zum 1:0, weil er nachsetzte, und weil Philipp Lahm unglücklich aussah. Kämpfte anschließend, bereitete das 3:2 vor. Stark.

Pierre-Emerick Aubameyang (3): Vergab die erste Riesenchance des Spiels in der 4. Minute. Kam ansonsten aber nicht ins Spiel. Wenig Aktionen – zu wenig. Doch dann war er da und machte das 2:2. Die Aufgabe eines Torjägers.

Erik Durm (ab. 46, 3): Machte es besser als gegen Monaco. Durm schaffte es, Ribéry aus der Partie zu nehmen.

Autor: Marian Laske

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