Am 29. Spieltag der Oberliga Westfalen empfängt die Hammer Spielvereinigung den SC Roland Beckum. Der Trainer der Spielvereinigung erwartet ein feuriges Spiel.

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Hammer Ambitionen im "Fast-Derby"

Kenny Vieten
21. April 2017, 16:59 Uhr
Foto: Thorsten Tillmann

Foto: Thorsten Tillmann

Am 29. Spieltag der Oberliga Westfalen empfängt die Hammer Spielvereinigung den SC Roland Beckum. Der Trainer der Spielvereinigung erwartet ein feuriges Spiel.

Wenn am kommenden Sonntag der SC Roland Beckum bei der Hammer SpVg antritt, sieht vieles auf den ersten Blick nach einer klaren Angelegenheit aus. Die Hammer sind Zweiter, stehen auf einem Aufstiegsplatz und haben gute Chancen auf den Meistertitel. Beckum hingegen befindet sich nur zwei Punkte vom Abstieg entfernt und kann jeden Punkt im Abstiegskampf gebrauchen.

Ob diese Punkte nun ausgerechnet im knapp 18 Kilometer entfernten Hamm geholt werden, erscheint fragwürdig. HSV-Trainer Sven Hozjak aber, will das so nicht stehen lassen: "Ich glaube an ein interessantes Duell, auch wenn uns natürlich einige Plätze in der Tabelle trennen. Beckum braucht die Punkte, darauf müssen wir vorbereitet sein. Hinzu kommt die Tatsache, dass das Spiel aufgrund der geringen Entfernung nicht unbedingt ein Derby, aber ein Fast-Derby ist. Dadurch wird mit Sicherheit viel Feuer im Spiel sein." Spielerisch möchte sich Hozjak davon jedoch nicht beeinflussen lassen: "Wir werden uns nur auf uns konzentrieren. Wie genau ich dann am Sonntag spielen lassen werde, kann ich jetzt noch nicht sagen."

Personell stehen dem Hammer Coach fast alle Spieler zur Verfügung. Nur Felix Frank wird mit seinem Kreuzbandriss bis zum Ende der Saison ausfallen. Hinzu kommt Stürmer David Loheider, der ein weiteres Spiel aufgrund seiner Rotsperre absitzen muss.

Dadurch, dass die Hammer zwei Spiele, aber nur sechs Punkte weniger haben als Spitzenreiter TuS Erndtebrück, befinden sie sich in einer herausragenden Ausgangslage. Diese Tatsache scheint für den Trainer allerdings nur nebensächlich zu sein: "Von mir aus können Erndtebrück und wir gerne aufsteigen, da hätte ich nichts gegen. Wer am Ende Meister wird, spielt für uns nicht die große Rolle. Am wichtigsten ist, dass wir in so einer heißen Phase der Saison immer noch auf einem Aufstiegsplatz stehen. Das ist was zählt."

Besonders spannend könnten im Saisonendspurt die Spiele gegen die direkten Kontrahenten Westfalia Rhynern sowie gegen Erndtebrück werden. Hozjak ist dieser Umstand allerdings egal. Ihn kümmern ganz andere Umstände zum Ende der Spielzeit: "Wir schauen wie immer zuerst auf uns, nicht auf die kommenden Gegner. Wir haben erst einmal das Spiel gegen Beckum vor der Brust, danach sehen wir weiter. Wir können sowieso erst sagen, was uns positiv oder negativ beeinflusst hat, wenn die Saison vorbei ist. Was mir allerdings Gedanken bereitet ist die Tatsache, dass wir jetzt noch einige Englische Wochen vor uns haben. Das sind enorme Belastungen für die Spieler. Aber da müssen wir jetzt durch und beißen."

Autor: Kenny Vieten

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