Der SpVgg Erkenschwick hat in der Oberliga Westfalen zu Hause gegen den TuS Ennepetal mit 1:2 verloren. Eine unglückliche Niederlage für den designierten Absteiger.

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Erkenschwick kommt dem Abstieg immer näher

Kenny Vieten
13. April 2017, 23:55 Uhr
Foto: Makiela

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Der SpVgg Erkenschwick hat in der Oberliga Westfalen zu Hause gegen den TuS Ennepetal mit 1:2 verloren. Eine unglückliche Niederlage für den designierten Absteiger.

Spätestens nach der achten Niederlage in Folge kann Erkenschwick für die Westfalenliga planen. Ennepetal hingegen entfernt sich mit diesem Pflichtsieg von den Abstiegsplätzen.

Ennepetal dominierte in der ersten Halbzeit über weite Strecken des Spiels die Partie. Die Schwarz-Roten wirkten nervös. Dies führte dazu, dass die Gäste immer wieder zu Chancen kamen. In der 34. Minute war es dann soweit, als Robin Gallus aus gut 16 Metern trocken zum 1:0 traf. Kurz darauf erhöhte der TuS in der 39. Minute auf 2:0. Kai Strohmann wurde bei einem Freistoß aus dem Halbfeld von der Erkenschwicker Abwehr vergessen und köpfte aus fünf Metern ein.

In der zweiten Halbzeit kam die Spielvereinigung unter Trainer Zouhair Allali mutiger aus der Kabine. Das änderte aber nicht viel daran, dass sein Team in der gegnerischen Hälfte nur wenig kreativ spielte. Die besseren Chancen hatte Ennepetal, scheiterte aber immer wieder an Marvin Kröger, dem Keeper des Heimteams. Das einzige Tor für den Tabellenletzten an diesem Abend fiel durch eine unglückliche Aktion von Ennepetals Abwehrspieler Florian Gerding: Nach einem Steilpass wollte dieser den Ball klären, schoß dabei aber auf das eigene Tor und verwandelte unfreiwillig in der 63. Minute. Mehr war allerdings nicht drin.

Nach dem Spiel sah der Trainer der Gäste, Imre Renji, das Spiel trotz des Sieges kritisch: "In der ersten Hälfte hatten wir etwas Glück. Dazu passt auch, dass unsere Tore quasi aus dem Nichts fallen. Das Ergebnis war so nicht unbedingt verdient, aber wir haben viel investiert. In der zweiten Hälfte war es ein offener Schlagabtausch. Das mag zwar für die Zuschauer schön sein, ist für mich aber ein echtes Problem. Unser größtes Manko in der zweiten Halbzeit war sicherlich unsere Chancenverwertung. Wir haben vier, fünf Großchancen einfach liegen gelassen, das darf nicht passieren." Im Anschluss fand er aber auch Lob für den Gegner: "Erkenschwick kann stolz auf sich sein. Sie haben alles gegeben."

Allali sah viele Dinge genauso wie sein Kollege: "Ich kann mich nur anschließen, bei dem was Imre über den Spielverlauf gesagt hat. Nur finde ich nicht, dass die Tore aus dem Nichts gefallen sind. Wir haben beide Male schlecht verteidigt, obwohl wir über die Stärken der beiden Torschützen Bescheid wussten. Das darf uns nicht passieren. In der zweiten Halbzeit haben wir alles versucht, um noch was zu holen." Er ergänzt mit einem Lächeln: "Es hätte geholfen, wenn meine Spieler den Ball ins Tor und nicht drüber geschossen hätten. Im Football wären wir wahrscheinlich super."

Den Trainer ärgert aber das Verhalten seiner Mannschaft in den letzten zehn Minuten: "Ich habe angesagt, dass wir am Ende über lange Bälle kommen wollen. So habe ich am Ende auch eingewechselt. Aber meine Jungs versuchten trotzdem den Ball mit kurzen Pässen in das Tor zu tragen. Das hat mich wirklich etwas geärgert."

Autor: Kenny Vieten

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