Die 26. Runde in der Fußball-Landesliga ist für den VfB Speldorf einmal mehr ein Spieltag der großen Chancen.

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Neuer Konkurrenzkampf beim VfB Speldorf

Marcel Dronia
08. April 2017, 06:07 Uhr
Foto: Funke Foto Services

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Die 26. Runde in der Fußball-Landesliga ist für den VfB Speldorf einmal mehr ein Spieltag der großen Chancen.

Da die direkten Konkurrenten VfL Rhede (3.) und Rot-Weiß Oberhausen II (4.) gegeneinander spielen, winkt dem VfB (5.) bei einem Sieg im Auswärtsspiel am Sonntag, 15 Uhr, beim TuS Essen-West unter Umständen der Sprung auf Rang vier. Da der aktuelle Zweite SV Sonsbeck schon gespielt hat, können die Speldorfer diesen Rückstand auf einen Punkt verringern. Alles andere als ein Sieg an der Kepler­straße wäre für den VfB also äußerst ärgerlich.

Seit Wochen spricht Trainer Christian Mikolajczak davon, den Druck von seiner Mannschaft weghalten zu wollen. Mit zunehmender Saisondauer dürfte dieses Unterfangen aber immer schwerer werden, denn der VfB ist weiterhin mitten drin im Kampf um die begehrten Plätze.
Dass die Speldorfer bei den vom Abstieg bedrohten Essenern vermutlich nichts geschenkt bekommen, wissen selbst gut genug. „Wer uns kennt, der sollte mittlerweile wissen, dass wir nie jemanden unterschätzen“, sagt Mikolajczak. Essen-West belegt aktuell den viertletzten Rang und damit den Relegationsplatz.

Optimistisch stimmt den Speldorfer Coach, dass die personelle Situation – mit einer klaren Ausnahme – wieder Besserung verspricht. Harun Can ist nach seiner abgesessenen Gelbsperre wieder zurück im Kader. Ob der 23-Jährige aber direkt wieder einen Platz in der Startformation findet, erscheint eher fraglich. Zweite neue Alternative ist Alexandros Armen, der nach einem Kurzauftritt am Sonntag diesmal wieder für einen Einsatz von Beginn an in Frage kommt. Der Neuzugang sieht sich zwar selbst auf der Spielmacherposition am stärksten, hat dort aber mit Janis Timm bärenstarke Konkurrenz vor der Nase. „Ich sehe ihn aber auch eher ganz vorne, weil er mit seiner robusten Art gut Bälle für die anderen schnellen Offensivleute festmachen kann“, sagt Christian Mikolajczak.

Die Tendenz geht zwar in die Richtung, dass zunächst die erfolgreiche Elf vom letzten Wochenende aufläuft, doch die Konkurrenzsituation gefällt dem Trainer. „Damit kann man den ein oder anderen schon kitzeln“, sagt er.

Wechsel zwischen den Pfosten

Die Ausnahme von dieser verbesserten Personalsituation befindet sich im Tor. Tobias Ritz begleitet um 13 Uhr die A-Jugend von Rot-Weiss Essen im wichtigen Spiel um den Klassenerhalt bei Arminia Bielefeld. „Wir haben ihn nur unter der Bedingung bekommen, dass die Situation bei RWE nicht beeinträchtigt wird“, erklärt der VfB-Coach. Im Tor wird zum zweiten Mal in dieser Saison Christian Hechler, Schlussmann der Traditionsmannschaft, stehen.

In Essen wird es für die Mülheimer wieder darauf ankommen, im Abschluss noch konzentrierter zu werden. Dies hatte den VfB am vergangenen Sonntag beinahe um drei wohlverdiente Punkte gebracht. „Diese Hundertprozentigen müssen wir einfach machen“, verlangt Mikolajczak. Er erwartet von seiner Elf auch fußballerisch noch einen Schritt nach vorne. „Unsere Konter müssen wir noch besser ausspielen“, so der Coach. Mit der Defensivarbeit ist er hingegen zufrieden. Sie soll den VfB auch in Essen zum Erfolg führen.

Autor: Marcel Dronia

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