Für Alemannia Aachen geht es nach dem Insolvenz-Schock in der vergangenen Woche wieder sportlich weiter. Am Freitag reisen die Kaiserstädter zu Rot-Weiss Essen.

Aachen

Ex-Schalker ist heiß auf den Auftritt bei RWE

Krystian Wozniak
30. März 2017, 13:07 Uhr
Foto: Thorsten Tillmann

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Für Alemannia Aachen geht es nach dem Insolvenz-Schock in der vergangenen Woche wieder sportlich weiter. Am Freitag reisen die Kaiserstädter zu Rot-Weiss Essen.

Ein Spiel, auf das sich die Aachener Mannschaft besonders freut. In Essen wird eine große Kulisse erwartet, auch viele Alemannia-Fans werden anreisen. Ein perfektes Ambiente für das Team von Fuat Kilic, um wieder sportlich positive Schlagzeilen für den Traditionsklub aus Aachen zu schreiben.

RevierSport hat vor dem Aufeinandertreffen der beiden Regionalliga-West-Zuschauermagneten mit Aachens Führungsspieler Dominik Ernst gesprochen.

Dominik Ernst, wie hat die Mannschaft den Insolvenzantrag verkraftet?
Die Lage im Verein ist seit Monaten schwierig. Trotzdem ist so ein Schritt noch einmal eine ganz andere Geschichte. Das ist schon heftig für den Verein und die tollen Fans. Wir sind alle bestürzt und betroffen. Aber es muss weiter gehen. Wir haben uns ein paar Tage geschüttelt und jetzt wollen wir einfach nur Fußball spielen und den Alemannia-Fans Siege schenken.

Da dürfte das Spiel an der Essener Hafenstraße genau zum richtigen Zeitpunkt kommen...
Ja, das ist natürlich eine richtig geile Partie. Ich liebe es, an der Hafenstraße zu spielen. Ich bin in Gelsenkirchen geboren und habe auch für Schalke gespielt. Da macht es natürlich doppelt Spaß, wenn man in Essen gewinnt. Wir wollen am Freitagabend wieder mit drei Punkten im Gepäck zurück nach Aachen fahren.

Trotz der finanziellen Schieflage spielt die Mannschaft eine gute Saison. Wie schafft es das Team, die finanziellen Probleme des Klubs auszublenden?
Ob wir wollen oder nicht: Das müssen wir schaffen. Wir sind Profis und spielen für den Verein, die Fans, das Umfeld. Da haben uns die Probleme nicht zu interessieren. Wir müssen unseren Job machen und Leistung bringen. Zudem muss man natürlich auch ehrlich zu sich selbst sein: Es geht auch um die Zukunft jedes einzelnen Spielers. Solange wir als Mannschaft positive Ergebnisse erzielen, dann wird es auch für jeden Einzelnen letztendlich einfacher, was die Zukunft angeht - sei es in Aachen oder woanders.

Man kann davon ausgehen, dass viele Spieler am Ende der Saison der Alemannia den Rücken kehren werden. Wird auch Dominik Ernst den Verein verlassen?
Das weiß ich noch nicht. Ich könnte mir durchaus auch einen Verbleib vorstellen. Ich will mich zu diesem Zeitpunkt noch nicht festlegen. Mal schauen, was in den nächsten Wochen passiert. Fakt ist, dass ich knapp drei Jahre in Aachen bin und die Alemannia ein geiler Klub ist. In dieser Saison durfte ich sogar schon die Kapitänsbinde tragen. Das hat mich unheimlich stolz gemacht. Ich hoffe, dass die Alemannia eine gute, ruhige Zukunft vor sich hat. Das haben die Fans einfach verdient.

Autor: Krystian Wozniak

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