Die Rückkehr auf das satte Grün im Stadion Ratingen hat die Schützlinge von Karl Weiß nicht beflügeln können.

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TuRU verschafft sich Luft im Abstiegskampf

26. März 2017, 17:44 Uhr

Die Rückkehr auf das satte Grün im Stadion Ratingen hat die Schützlinge von Karl Weiß nicht beflügeln können.

Im Nachbarschafts-Derby gegen TuRU Düsseldorf setzte es vor 240 Zuschauern eine 0:2 (0:0)-Niederlage, die ohne Frage verdient war. "Einige meiner Spieler brauchen wohl mal eine Pause, die sie am Mittwoch auch bekommen werden", wirkte Weiß "not amused" über die Leistung einiger seiner Akteure.

Die Treffer für die TuRU wirkten beide wie aus dem Lehrbuch und tausendmal einstudiert. Die Winterneuzugänge Janis Kraus (55.) und Julian Kray (62.) trafen. Die schönen Kombinationen gefielen auch Frank Zilles: "Endlich sind wir mal für den Aufwand belohnt worden. Die Jungs haben dafür auch akribisch gearbeitet", so der TuRU-Trainer nach dem ersten Punktspiel-Sieg in diesem Jahr. Dennoch wollte der langjährige Übungsleiter den Blick auf die Realität nicht verlieren: "Wir stecken noch fest im Abstiegskampf, am Mittwoch beim ETB wird es wieder immens schwer", hatte Zilles schon die Englische Woche im Kopf, wenn sein Team um 19:30 Uhr am Uhlenkrug auf einen direkten Konkurrenten trifft.

Der Torschütze zum 2:0 strahlte nach den 90 Minuten über das ganze Gesicht. "Das war ein sehr hartes Spiel, in dem wir schlussendlich aber überlegen waren und somit auch verdient gewonnen haben", konnte Julian Kray zurecht stolz auf die Mannschaftsleistung sein. Der Ex-Wuppertaler hat zunächst nur einen Vertrag bis zum Saisonende, kann sich aber durchaus vorstellen, bei TuRU zu bleiben. "Im Sommer starte ich eine Ausbildung zum Kaufmann für Büromanagement. Ich fühle mich wohl in Oberbilk", so der 19-jährige Stürmer.

Beim RSV hat man sich nach dem guten Auftritt in der Grotenburg vor Wochenfrist etwas mehr vom Derby erhofft. "Wir sind läuferisch nicht ins Spiel gekommen und haben in Durchgang zwei die entscheidenden Fehler bei den Gegentoren gemacht", wusste Weiß, wo er den Finger in die Wunde legen muss. Tabellarisch hat sich für beide Mannschaften nicht viel geändert. Die Ratinger treten ebenfalls am Mittwoch auswärts an. Beim schwächelnden SC Kapellen sollte im Erftstadion (auch 19:30 Uhr) zumindest etwas Zählbares herausspringen, damit der Blick auf das obere Mittelfeld nicht außer Sichtweite gerät.

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