Der ASC Dortmund hat in den letzten Spielen in der Oberliga Westfalen seine Qualität bewiesen – jetzt geht es in der Englischen Woche gegen SuS Neuenkirchen.

ASC Dortmund

Mission lautet "raus aus dem Tabellenkeller"

Julian Tilders
16. März 2017, 14:07 Uhr
Foto: Tillmann

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Der ASC Dortmund hat in den letzten Spielen in der Oberliga Westfalen seine Qualität bewiesen – jetzt geht es in der Englischen Woche gegen SuS Neuenkirchen.

In der Oberliga Westfalen spielt sich eine unerträglich spannende Situation ab. Im Prinzip steckt mehr als die halbe Liga bis Platz sechs im Abstiegskampf – bei noch zwölf ausstehenden Spieltagen scheint noch jede denkbare Wendung des Schicksals möglich. Der ASC Dortmund belegt momentan den 15. Rang, darf aber zuversichtlich sein. Die Männer von Trainer Adrian Alipour sind seit sechs Spielen ungeschlagen und konnten davon vier gewinnen. Zuletzt schlug man die Paderborner Reserve mit 1:0 und verdrängte den direkten Konkurrenten auf den 16. Platz. Ordentlich Rückenwind für das kommende Nachholspiel gegen Neuenkirchen.

ASC-Trainer Alipour ist sich der Ernsthaftigkeit der Lage aber bewusst: „Momentan haben wir natürlich eine breite Brust und viel Selbstbewusstsein. Trotzdem dürfen wir die Situation nicht überbewerten. Wir können uns auf dieser Serie nicht ausruhen.“

Deswegen käme es beim kommenden Gegner auf eine Sache besonders an: die richtige Einstellung. Auf Seiten der SuS Neuenkirchen scheint man nicht so abstiegsbedroht zu sein wie der ASC, aber auch den Tabellensiebten trennen von der heißen Zone um Platz 15 gerade mal magere fünf Punkte. Es könnte sich also ein Duell auf Augenhöhe abzeichnen – beide Vereine brauchen den Dreier. Alipour analysiert den Gegner: „Sie sind körperlich groß, gefährlich bei Standardsituationen, arbeiten gut gegen den Ball und stehen kompakt. Wir müssen dagegen halten und unbedingt unnötige Standards gegen uns vermeiden.“

Wir wollen die lange Rückreise nicht mit langen Gesichtern antreten.
Adrian Alipour

Der Coach mahnt zur Vorsicht: „Wir müssen leistungsmäßig alles raushauen, was geht. Wir wollen die lange Rückreise nicht mit langen Gesichtern antreten.“ Alipours Vorgabe, möglichst viele Vereine mit in den Abstiegskampf zu ziehen und so die Abstiegsränge zu verlassen, leuchtet ein. Allerdings geht eben auch noch was nach oben – aber der 38-Jährige bremst die Erwartungshaltung erstmal. „Wir dürfen nicht so weit nach oben schauen. Wir müssen die Mannschaften im Mittelfeld unter Druck setzen und so unsere Situation weiter verbessern. Aber klar: Bei einem Sieg morgen können wir auf drei Punkte am Tabellensechsten dran sein.“

Kurz nachdem Alipour im September 2016 Daniel Rios als Cheftrainer beerbte, sah es bedeutend kritischer für den ASC Dortmund aus. Auf zwischenzeitlich neun sieglose Spiele scheint jetzt endlich der Lohn für seine Arbeit zu folgen. „Wir haben die Mannschaft personell verändert und ein neues System etabliert, sowie die Spielweise verändert. Das mussten sich die Jungs erstmal aneignen.“ Gegen SuS Neuenkirchen wird Dortmund auf die nächste Probe im Abstiegskampf gestellt.

Autor: Julian Tilders

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