Die U19 des BVB und des 1. FC Köln trennen sich 1:1 (1:0). Aufgrund zweier völlig unterschiedlicher Halbzeiten beider Mannschaften geht die Punkteteilung in Ordnung.

U19

BVB kann Schalke-Patzer nicht nutzen

Timotheus Eimert
12. März 2017, 16:26 Uhr
Foto: Thorsten Tillmann

Foto: Thorsten Tillmann

Die U19 des BVB und des 1. FC Köln trennen sich 1:1 (1:0). Aufgrund zweier völlig unterschiedlicher Halbzeiten beider Mannschaften geht die Punkteteilung in Ordnung.

Es war der Aufreger der Partie. In der 60. Minute lief Köln-Stürmer [person=33632]Sinan Karweina[/person] alleine auf BVB-Torwart [person=33301]Eike Bansen[/person] zu. BVB-Verteidiger [person=33293]Jan-Niklas Beste[/person] konnte Karweina nur per Notbremse stoppen. Schiedsrichter Jan Oberdörster entschied mit seinen Assistenten letztendlich auf Freistoß vor dem Strafraum und Verwarnung statt Feldverweis. Eine strittige Szene. Die Dortmunder hätten sich nicht beschweren dürfen, wenn die Entscheidung anders ausgefallen wäre. Effzeh-Trainer Boris Schommers wird deutlicher: „Ich kann nicht beurteilen, ob das Foul im Strafraum oder außerhalb war. Aber für mich ist es eine klare Torchance, egal, ob drin oder draußen. Dementsprechend ist es eine Rote Karte.“

Starker Beginn von Dortmund

Zu diesem Zeitpunkt stand es 1:1 und die Kölner waren am Drücker. Aber das war nicht das ganze Spiel so. In der ersten Halbzeit war der BVB klar besser als die Gäste aus der Domstadt. Köln versuchte in der Defensive kompakt zu stehen. Dies gelang nur phasenweise und Dortmund kam zu zahlreichen guten Torchancen, darunter drei Aluminiumtreffer. Sie blieben bis zur 30. Minute alle ungenutzt. Nach einem Eckball von der linken Seite konnte [person=33287]Luca Kilian[/person] den Ball dann souverän ins Tor einköpfen und markierte damit die 1:0-Führung, die gleichzeitig der Pausenstand war. Effzeh-Trainer Schommers und sein Team konnten damit mehr als zufrieden sein: „Die erste Halbzeit ging klar an Dortmund. Wir dürfen uns nicht beschweren, wenn wir nach 15 Minuten 0:3 hinten liegen. Dortmund hatte glasklare Chancen. Da bleiben wir mit viel Glück im Spiel.“ Auch BVB-Trainer Benjamin Hoffmann, der ab sofort auf seinen Topspieler Jacob Bruun Larsen (Ermüdungsbruch) verzichten muss, teilt diese Einschätzung: „Wir haben in der ersten Halbzeit das Spiel dominiert. Mit zwei Pfostenschüssen und einem Lattenschuss müssen wir eigentlich viel höher in Führung gehen. So bleibt das Spiel weiter offen.“

In der zweiten Halbzeit dann vertauschte Rollen. Für den neutralen Beobachter schien es, als hätten die Spieler auf dem Feld nur ihre Kleidung getauscht. Spielte der BVB in der ersten Halbzeit auf ein Tor, so tat dies in der zweiten Halbzeit der 1. FC Köln. Der BVB konnte sich kaum noch aus der Umklammerung des Effzehs lösen und so gelang [person=34589]Darko Churlinov[/person] in der 56. Minute der 1:1-Ausgleich. Danach drückten die Domstädter noch mehr auf die Führung. Und so kam es vier Minuten nach dem Ausgleich zum beschriebenen Aufreger der Partie. Köln hatte noch einige gute Möglichkeiten und mehrmals die Möglichkeit, in Führung zu gehen.

Am Ende war es aufgrund der guten ersten Halbzeit der Dortmunder aber eine gerechte Punktteilung. Der BVB lässt damit im Kampf um die Meisterschaft in der Bundesliga-Staffel West Punkte liegen. Umso ärgerlicher, da auch Konkurrent Schalke beim 2:2 gegen den VfL Bochum strauchelte. BVB-Trainer Hoffmann übt Kritik an seinen Spielern: „Die Jungs müssen lernen, dass sie so ein Spiel mit der Einstellung in der zweiten Halbzeit nicht gewinnen können und dass sie sich nicht auf den Leistungen der ersten Halbzeit ausruhen können. Was am Ende dabei in der Tabelle herumkommt, das werden wir sehen.“

Autor: Timotheus Eimert

Mehr zum Thema

Wettbewerbe

Rubriken

Kommentieren