Am Wochenende konnte die SV Hönnepel-Niedermörmter den zweiten Saisonsieg in der Oberliga Niederrhein einfahren.

SV Hö.-Nie.

Die Hoffnung auf das Wunder lebt dank Mewes

Timotheus Eimert
06. März 2017, 15:19 Uhr
Foto: Tillmann

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Am Wochenende konnte die SV Hönnepel-Niedermörmter den zweiten Saisonsieg in der Oberliga Niederrhein einfahren.

Trainer Georg Mewes hat die Mannschaft wieder zum Leben erweckt. Es läuft wieder für die SV Hönnepel-Niedermörmter. Zwei Siege und ein Unentschiedenen aus drei Spielen konnte Hö.-Nie. in der Rückrunde einfahren. Damit hat man mehr Punkte gesammelt als in der kompletten Hinrunde. Wesentlichen Anteil an dem Erfolg hat Trainer Georg Mewes. Der 68-Jährige, der erst im Dezember zu dem Team gestoßen ist, hat dem Verein aus Kalkar wieder Leben eingehaucht und macht damit der ganzen Region Hoffnung auf den fast schon aussichtslosen Klassenerhalt. Mewes: „Uns haben einige für mausetot erklärt. Jetzt haben wir zumindest schon einmal die Rote Laterne abgegeben. Das ist positiv.“

Mausetot ist die Mewes-Elf in der Rückrunde mit Sicherheit nicht. Derzeit steht man in der Rückrundentabelle sogar auf Platz zwei hinter dem KFC Uerdingen. Mewes hat es geschafft, die löchrige Defensive zu stabilisieren und in der Offensive läuft es auch wieder. Am Wochenende konnte ein 4:1-Sieg gegen den VfR Krefeld-Fischeln eingefahren werden. Damit hat Hö.-Nie. in der Rückrunde bereits zehn Tore in drei Spielen geschossen, in der Hinrunde waren es 17 Treffer in 17 Spielen. Ein Indiz für die gute Arbeit von Mewes.

Das Wichtigste war, die Köpfe wieder frei zu bekommen, da haben doch einige wieder an den Weihnachtsmann geglaubt
Georg Mewes

Dennoch will er seinen Anteil am Erfolg nicht zu hoch bewerten: „Ich habe eigentlich gar nix gemacht. Ich bin vernünftig mit den Spielern umgegangen. Die Jungs müssen auf dem Platz die Leistung zeigen, da kann ich nicht viel machen. Das Wichtigste, war die Köpfe wieder frei zu bekommen, da haben doch einige wieder an den Weihnachtsmann geglaubt.“

Einen Grund für die guten Leistungen sieht Mewes in der hohen Trainingsbeteiligung und den schlechten Platzverhältnissen in Kalkar: „Derzeit sind wir im Schnitt 18 Mann beim Training. Das ist sehr gut. Und dadurch, dass wir keinen Kunstrasen haben, müssen wir immer auf Matsche trainieren. Das geht ordentlich in die Knochen, aber dort holen wir uns die Körner für die Spiele.“

Diese Körner braucht seine Mannschaft auch für die 14 verbleibenden Spiele. In diesen will Mewes aber vor allem drei Tugenden sehen: „Kraft, Einsatz und Willen. Das sind Dinge, die meine Mannschaft zeigen muss. Wir wollen aber von Spiel zu Spiel denken und so viele Punkte wie möglich sammeln.“

Punkte braucht Hö.-Nie. auf jeden Fall noch, will man den Klassenerhalt noch schaffen. Mewes: „Wir haben derzeit neun Punkte Rückstand auf das rettende Ufer. Das heißt, wir müssen mindestens zwölf aufholen, weil die Mannschaften über uns auch punkten. Dennoch schauen wir nur auf uns. Es ist jetzt egal, ob wir gegen Schalke, Bayern oder Gladbach spielen, wir müssen punkten, punkten, punkten.“

Die nächsten Punkte kann die Mewes-Elf am nächsten Sonntag gegen den direkten Kontrahenten im Abstiegskampf holen, wenn Hö.-Nie. am Essener Uhlenkrug gastiert.

Autor: Timotheus Eimert

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