Geht er? Geht er nicht? Die Europa-League-Reise nach Florenz trat Max Eberl zwar an, doch es ist längst nicht mehr klar, ob er auch im Sommer noch als Sportdirektor von Borussia Mönchengladbach arbeiten wird.

Eberl weiter begehrt

Gegenwart Gladbach, Zukunft München?

sid
23. Februar 2017, 12:40 Uhr
Foto: firo

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Geht er? Geht er nicht? Die Europa-League-Reise nach Florenz trat Max Eberl zwar an, doch es ist längst nicht mehr klar, ob er auch im Sommer noch als Sportdirektor von Borussia Mönchengladbach arbeiten wird.

Zu hartnäckig halten sich die Gerüchte um ein Interesse des deutschen Fußball-Krösus Bayern München. Bei Eberls Jugendverein wird der Gladbacher Macher nach der klaren Absage von Weltmeister-Kapitän Philipp Lahm als Wunschkandidat für den vakanten Sportdirektorenposten gehandelt.

Laut unterschiedlichen Medienberichten könnte die Ablöse für Eberl, der in Gladbach noch einen Vertrag bis 2020 besitzt, zwischen fünf und zehn Millionen Euro liegen. An finanziellen Mitteln mangelt es dem Rekordmeister allerdings bekannterweise nicht. Und nach dem Abschied von Matthias Sammer, der im Juli 2016 aus gesundheitlichen Gründen zurückgetreten war, soll der Posten zur neuen Saison definitiv besetzt werden.

Eberl würde ins Profil passen. Er kennt den Markt und die Abläufe, tritt in der Öffentlichkeit souverän auf und hat durch viele kluge Entscheidungen dazu beigetragen, dass die Borussia wieder in die Spur gefunden hat und regelmäßig im internationalen Fußball vertreten ist.

Eberl selbst wird zwar nicht müde, die Klasse seines aktuellen Arbeitgebers zu betonen, auf den er sich absolut fokussiere, doch ein Wechsel nach München wäre für den 43-Jährigen aus sportlicher Sicht ein Aufstieg. Und möglicherweise auch eine einmalige Chance: Widersteht er dem Lockruf aus München, könnte sich die Tür für Eberl schließen - und damit auch die Möglichkeit, dauerhaft und kontinuierlich auf höchstem europäischen Niveau zu arbeiten.

Borussias Präsidiumsmitglied Hans Meyer sagte unlängst im Doppelpass bei Sport1: "Wenn Max Eberl es hundertprozentig will, und die Bayern es hundertprozentig wollen, dann wird es auf irgendeine Art und Weise einen Weg geben, dass man das macht."

Zwar dementieren die Bayern die Gerüchte öffentlich immer wieder, doch nach Informationen der Sport Bild soll insbesondere FCB-Präsident Uli Hoeneß von Eberl überzeugt sein. Auch in der Gladbacher Führungsetage wünscht man sich lieber früher als später Klarheit. "Mich nervt es, alle nervt es. Ich habe keinen Bock mehr, das ewig und drei Tage vor mir herzuschieben", hatte Vizepräsident Rainer Bonhof am Wochenende am Rande des Bundesligaspiels gegen RB Leipzig (1:2) am Sky-Mikrofon in aller Deutlichkeit gesagt.

Eberl ist seit 2008 für die Geschicke im Borussia-Park zuständig. Dass seine erfolgreiche Arbeit bei der Konkurrenz Begehrlichkeiten weckt, bringt das Fußballgeschäft nun mal mit sich. Klar ist, dass er sich mit der Option Bayern zumindest beschäftigen wird.

Ungeachtet dessen bastelt der umworbene Manager derweil schon an der Gladbacher Mannschaft der Zukunft. Beim starken Aufsteiger SC Freiburg soll er auf Vincenzo Grifo aufmerksam geworden sein, auch Dominik Kohr vom FC Augsburg könnte auf Eberls Zettel stehen.

Das berichtete der Express und stellte dazu die Frage: "Sind diese Transfers Max Eberls Abschiedsgeschenk?" Aktuell kann dies Eberl nur selbst beantworten.

Autor: sid

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