Thomas Blomeyer freut sich auf den Freitagabend: „Es wird ein Fluchtlichtspiel sein.

MSV Duisburg

Blomeyer - viel mehr als der Quoten-Spieler

Dirk Retzlaff
22. Februar 2017, 04:07 Uhr
Foto: firo

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Thomas Blomeyer freut sich auf den Freitagabend: „Es wird ein Fluchtlichtspiel sein.

Der Erste spielt gegen den Zweiten“, ist der Innenverteidiger des Fußball-Drittligisten MSV Duisburg heiß auf das Spitzenspiel gegen Verfolger 1. FC Magdeburg (18.30 Uhr).

Schon das Hinspiel war eine heiße Angelegenheit. Und das nicht nur während der Partie, die der MSV am Ende 2:1 gewann. Im August herrschten hochsommerliche Temperaturen, die Hitze lag wie Blei auf der Stadt. So schwitzte Thomas Blomeyer auch, obwohl er an jenem Abend nur Ersatzspieler war.

Am Freitag wird alles anders sein. Es ist winterlich frisch, und der Platz von Thomas Blomeyer wird nicht auf der Reservebank, sondern auf dem Rasen der Duisburger Arena sein. Denn MSV-Trainer Ilia Gruev legte sich bereits in der vergangenen Woche fest, dass das Magdeburg-Spiel für den angeschlagenen Routinier Branimir Bajic noch zu früh kommen wird.
So ändern sich die Dinge: Im Hinspiel war Blomeyer von einem Platz in der Startelf noch weit entfernt. Er war trotzdem Stammkraft im Kader – was er auch seinem Alter verdanken konnte. Als 20-Jähriger trägt er dazu bei, dass der MSV die U-23-Quote (pro Spiel müssen vier Youngster dem Kader angehören) erfüllen kann.

Mittlerweile ist Thomas Blomeyer, der im Sommer von der Reserve des Bundesligisten FC Ingolstadt zum MSV kam und bei den Zebras einen Zwei-Jahres-Vertrag erhielt, längst viel mehr als ein Quotenspieler. Im Zuge des Ausfalls von Kapitän Bajic, der im Hinspiel in Magdeburg übrigens den Treffer zum 1:1-Ausgleich erzielte, avancierte er in der Rückrunde zum Stammspieler. Er bestritt alle vier Spiele und steht nun vor seinem fünften Einsatz in Folge.

Mit zehn Punkten aus diesen vier Spielen ist der MSV fast perfekt in die Rückrunde gestartet. Der einzige Schönheitsfehler war das späte 2:2 des VfL Osnabrück in dem Heimspiel, in dem Blomeyer einen leichten Durchhänger hatte und nicht so souverän wie davor und danach mit Abwehrpartner Dustin Bomheuer harmonierte. Trotzdem ist der MSV die Mannschaft der Stunde. Neun Punkte Vorsprung auf Rang drei sind eine Hausnummer.

Thomas Blomeyer ist weit davon entfernt, nun zu euphorisch zu werden. Er mahnt zur Konzentration: „Es gibt keinen Grund, sich zurückzulehnen.“

Neue Standard-Waffe

Neben Blomeyer sorgt auch Dustin Bomheuer für Furore. In Mainz erzielte der Innenverteidiger seinen dritten Treffer in Folge. „Das wird wohl nicht ewig so weiter gehen“, lacht der 25-Jährige. Doch längst hat er großen Anteil daran, dass der MSV bei seinen Standards – zur Erinnerung: Das war im Abstiegsjahr eine große Schwäche der Zebras – eine neue Waffe aufbieten kann. Der 1,93-Meter-Mann kann mit seiner Kopfballstärke viel in die Waagschale werfen. Konkrete Gespräche über die neue Saison hat es laut Bomheuer übrigens noch nicht geben. „Ich denke, dass wir uns bald an einen Tisch setzen werden.“

Autor: Dirk Retzlaff

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