Beim MSV Duisburg hat vor dem Spiel gegen Preußen Münster am Sonntag der Kampf um die Plätze begonnen. Baris Özbek ist auch wieder gut dabei. Allerdings ist er noch gesperrt.

MSV Duisburg

Mittelfeldplätze sind hart umkämpft

Dirk Retzlaff
10. Februar 2017, 08:07 Uhr
Foto: Firo

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Beim MSV Duisburg hat vor dem Spiel gegen Preußen Münster am Sonntag der Kampf um die Plätze begonnen. Baris Özbek ist auch wieder gut dabei. Allerdings ist er noch gesperrt.

Tim Albutat kam am Mittwochabend mit seinem Hund zur Westender Straße nach Meiderich. Als derzeit gesetzter Spieler im defensiven Mittelfeld des Fußball-Drittligisten MSV Duisburg stand das Testspiel der Zebras gegen den Bezirksligisten Hamborn 07 (12:0) nicht auf dem Arbeitsplan des 24-Jährigen, der am Sonntag im Heimspiel gegen Preußen Münster wieder in der Startelf stehen dürfte.

Albutat nahm somit die Zuschauerrolle ein. Er sah mit Martin Dausch, Baris Özbek und Mael Corboz drei Kollegen, die sich mächtig ins Zeug legten. Konkurrenz belebt das Geschäft.

Die Meidericher Doppelsechs mit dem offensiv ausgerichteten Fabian Schnellhardt trug in der Hinrunde entscheidend dazu bei, dass die Duisburger Abwehr sicher stand und nur elf Gegentreffer zuließ. In Stein gemeißelt ist derzeit indes nur der Stammplatz von Schnellhardt. Albutat weiß hartnäckige Konkurrenz im Rücken.

Baris Özbek, der am Mittwoch durchspielte und zwei Treffer zum 12:0-Erfolg beisteuerte, ist indes noch gesperrt. Erst beim Heimspiel gegen den SV Wehen Wiesbaden am 11. März kann der 30-Jährige wieder seine Arbeitsdienste anbieten. Wenige Stunden vor dem Testspiel holte ihn der Platzverweis aus dem Lotte-Spiel im vergangenen Jahr wieder ein. Der MSV hatte ihm neben einer Geldstrafe unter anderem auch eine Autogrammstunde in der Werkstatt des Vereins Schlupfloch, der perspektivlose Jugendliche, die sozialpädagogische Unterstützung benötigen, begleitet, auferlegt.

Die Jugendlichen hatten zu diesem Anlass Waffeln gebacken – übrigens in MSV-blauer Farbe. „Es ist eine interessante Sache, mit den Jugendlichen zu sprechen und die Abläufe in der Werkstatt kennenzulernen“, so Özbek. Schlupfloch-Vorstand Frank Gesemann schlug die Brücke zum Fußball: „Jeder kann mal etwas falsch machen, das ist auch bei unseren Jugendlichen hier so. Wichtig ist, dass jeder die Chance hat, von vorne anzufangen und das Vergangene abzuhaken.“ Genau das will Özbek derzeit umsetzen.

Martin Dausch variabel

Mit solchen Dingen muss sich Martin Dausch nicht befassen. Der Ex-Berliner kam am vergangenen Samstag nach der Pause für den angeschlagenen Ahmet Engin ins Spiel und bewies, dass auch auf dem Flügel auf ihn zu bauen ist. Im Testspiel gegen Hamborn 07 agierte der 30-Jährige auf der „10“ hinter Stürmer Stanislav Iljutcenko. Dausch, der am Mittwoch 45 Minuten im Einsatz war, spielte druckvoll, eröffnete nach nur 32 Sekunden den Torreigen und legte wenig später noch einen zweiten Treffer nach.

Das sind gute Bewerbungsunterlagen für die weiteren Aufgaben im Aufstiegskampf.

Autor: Dirk Retzlaff

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