Klosterhardt siegt - Tumulte in der Gruppe C (mit Video)

30.01.2017

Halle Oberhausen

Klosterhardt siegt - Tumulte in der Gruppe C (mit Video)

Foto: MaBo-Sport

Die DJK Arminia Klosterhardt hat ihren Titel erfolgreich verteidigt.

Bei der Oberhausener Hallenstadtmeisterschaft 2017 gewann das Team erneut. Neben vielen torreichen Spielen überschattete ein Tumult jedoch den Wettbewerb. Doch der Reihe nach. Bei dem gut besuchten Finaltag in der Willy-Jürissen-Halle bekamen die Zuschauer wieder einiges geboten. In der Gruppe A konnte sich der Bezirksligist SV Adler Osterfeld nahezu problemlos durchsetzen. Die von Udo Hauner trainierte Mannschaft musste sich nach einem 3:1-Sieg im Auftaktspiel gegen GW Holten nur gegen die DJK Adler Oberhausen mit 2:2-Unentschieden zufrieden geben. Nach zwei weiteren Siegen gegen die beiden Sterkrader Teams löste die Hauner-Truppe schließlich das Halbfinalticket.

RWO II scheidet aus und verliert Robin Riebling

In der Gruppe B der Zwischenrunde ging der Vorjahresfinalist und Topfavorit Rot-Weiß Oberhausen an den Start. Die Kleeblätter, die bei der Hallenstadtmeisterschaft traditionell nur mit ihrer zweiten Mannschaft antreten, eröffneten mit einem 6:0-Kantersieg gegen den Kreisligisten BV 1919 Osterfeld durchaus fulminant ihren Turniertag. Nach einem weiteren 3:0-Sieg gegen den SC 1912 Buschhausen kam es schließlich zum Showdown um den Gruppensieg gegen den SC 1920 Oberhausen.

Nach einem Freistoß ging RWO II in diesem Spiel auch zunächst nicht unverdient in Führung. Dann jedoch überschlugen sich die Ereignisse. Erst gab es eine umstrittene Zeitstrafe gegen die Pappas-Elf, dann drehte der SC in der Folge die Begegnung und schlug den Landesligisten schließlich mit 2:1. Das sichere Aus für die Oberhausener Rot-Weißen, die damit zum ersten Mal die Finalrunden verpassten. Coach Dimitrios Pappas war nach dem Spielende sichtlich angefressen: „Wir sind zwar gut gestartet, dann haben wir jedoch das entscheidende Spiel verloren. Ob die Zeitstrafe gegen uns jetzt fair war oder nicht, ist mir letztendlich total egal. Wir haben uns einfach nicht clever genug angestellt.“ Pappas ärgerte noch eine andere Tatsache: „Mit Robin Riebling hat sich leider einer meiner Leistungsträger verletzt. Das wollten wir natürlich vermeiden“, erklärte der RWO-Coach.

Titelverteidiger Klosterhardt glanzlos in die Endrunde

In den Gruppen C und D ging es dagegen spannender zu. Während BW Oberhausen-Lirich erst durch ein 1:1 gegen die SG Osterfeld in letzter Minute nicht nur einen handfesten Tumult auslöste (siehe unten!), sondern auch das Ticket für das Halbfinale löste, tat sich der Titelverteidiger DJK Arminia Klosterhardt in seiner Gruppe D ebenfalls schwer. Im letzten Gruppenspiel reichte der Mannschaft um Trainer Hans-Günter Bruns nach knappen Siegen in den vorhergehenden Partien gegen den SV Sarajevo Oberhausen das Unentschieden.

Adler-Coach Hauner hadert: „Der Schiedsrichter hat versagt!“

Im ersten Halbfinalspiel sollte dann Adler Osterfeld mit 0:1 knapp das Nachsehen gegen den SC 1920 Oberhausen haben und verpasste damit den Einzug ins Finale. Trainer Udo Hauner sah die Schuld dafür jedoch klar beim Referee: „Wir haben gut gespielt, aber wenn der Gegner zwei klare Rote Karten nicht bekommt, dann ist das nur unfair. Ich bin sehr unzufrieden, aber nicht wegen meiner Truppe, die toll gespielt hat. Ich muss klar sagen: Der Schiedsrichter hat versagt. Mehr möchte ich dazu nicht sagen.“ Das zweite Halbfinalspiel war dann für den Titelverteidiger Arminia Klosterhardt eine klare Sache. Mit 5:0 setzte sich der Landesligist gegen BW Oberhausen-Lirich durch und konnte sich auf das Endspiel freuen.

Alter und neuer Sieger: DJK Arminia Klosterhardt

Im Finale gab sich der Landesligist Klosterhardt gegen den A-Ligisten SC 1920 ebenfalls keine Blöße und fuhr einen am Ende auch in dieser Höhe verdienten 4:1-Sieg ein, mit dem der Titel schließlich erfolgreich verteidigt wurde. Co-Trainer Stephan Fischer brachte die Leistung seiner Spieler auf den Punkt: "Wir sind natürlich stolz, denn unsere Erwartungen waren erst einmal niedrig. Dann sind wir aber von Spiel zu Spiel besser geworden mit einer Truppe, die so sicher noch nie zusammen gespielt hat in der Halle. Unterm Strich hat sich der lange Tag für uns sehr gelohnt."

Tumulte vor der Lirich-Bank

Der ansonsten sehr friedliche Endrundentag in der Willy-Jürissen-Halle wurde nur durch einen unnötigen Zwischenfall überschattet. In der Partie SG Osterfeld gegen den SC BW Oberhausen-Lirich kam es nach dem späten Ausgleichstreffer für BW kurz nach Spielende zu einem handfesten Tumult. Bei dem Gemenge gerieten Spieler und Betreuer beider Teams vor der Liricher Bank wüst aneinander und konnten erst durch das anwesende Sicherheitspersonal und weitere Passanten voneinander getrennt werden.

Autor: Robert Bauguitte

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