Wenn Dietrich Hülsemann an den 17. Dezember des letzten Jahres zurückdenkt, dann gerät der Präsident des TV Jahn immer noch ins Schwärmen.

Jahn Hiesfeld

Mit Corvers bleibt ein Routinier

Timo Kiwitz
03. Januar 2017, 12:07 Uhr
Foto: Gröner

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Wenn Dietrich Hülsemann an den 17. Dezember des letzten Jahres zurückdenkt, dann gerät der Präsident des TV Jahn immer noch ins Schwärmen.

„Da stand wieder eine ganz andere Mannschaft auf dem Platz, die sich auch von dem frühen Rückstand überhaupt nicht hat beeindrucken lassen“, sagt Hülsemann über das letzte Meisterschaftsspiel der Hiesfelder Oberliga-Fußballer, das die „Veilchen“ mit 3:1 in Baumberg gewannen. Es war der dritte Sieg in Serie. Eine Serie, die dem Elftplatzierten zwar längst noch nicht den Klassenerhalt garantiert, aber immerhin für die nötige Ruhe gesorgt hat, um möglichst erfolgreich die Planungen für eine weitere Spielzeit in der Fünftklassigkeit anzugehen. Vollzug kann Hülsemann bereits bei einer wichtigen Personalie vermelden. Innenverteidiger Kevin Corvers hat seine Zusage für die Saison 17/18 gegeben.

„Wir haben aber ausdrücklich eine längerfristige Zusammenarbeit ins Auge gefasst“, betont der Jahn-Präsident. Der 29-Jährige, der 2012 nach Hiesfeld kam und mittlerweile als spielender Co-Trainer fungiert, soll auch nach dem Ende seiner Karriere eine Funktion im Mühlendorf übernehmen. In den nächsten Monaten soll Corvers auch schon dabei helfen, junge Talente aus der Umgebung zu entdecken und an den Rotbach zu locken, denn der TV Jahn will den Weg, der im Sommer mit der Verpflichtung von talentierten Nachwuchsspielern wie Erkut Ay, Nico Klaß oder Raffael Schütz eingeschlagen wurde, unbedingt weiter gehen. „Wenn es uns jedes Jahr gelingt, einige solcher Spieler einzubinden, dann können wir uns sicher auf Dauer in der Oberliga halten“, glaubt Hülsemann.

Auch die hoch veranlagten Sommer-Neuzugänge, die ihre Tauglichkeit und Teamfähigkeit längst unter Beweis gestellt haben, sollen möglichst schnell langfristig an den Verein gebunden werden. Dazu will Hülsemann auch zügig die Gespräche mit den erfahreneren Akteuren aufnehmen – wobei dem Präsidenten durchaus bewusst ist, dass der ein oder andere Spieler auch wieder Begehrlichkeiten bei anderen Clubs wecken könnte.
Finanzielle Klimmzüge will man im Mühlendorf nach den Erfahrungen der letzten Jahre jedenfalls nicht mehr machen. Dass sich zum Jahresende mit Samet Sadiklar, Burak Öktem, Enes Bayram und Alexandros Armen vier vermeintliche „Ergänzungsspieler“ verabschiedeten, ist durchaus auch als Sparmaßnahme zu betrachten.

Die Verkleinerung des Kaders macht Hülsemann jedenfalls keine großen Kopfschmerzen. Mit dem lange verletzten Ekin Yolasan kehre schließlich ein Akteur zum Start im März so gut wie sicher zurück. Mit Benny Jacobs sei ein weiterer Rekonvaleszent auf dem Weg, „auch wenn es bei ihm noch etwas länger dauern könnte.“

Viel passieren darf den Hiesfeldern natürlich nicht, sonst fehlen ganz schnell die Alternativen. „Und die Rückrunde wird auf jeden Fall knüppelhart“ gibt sich Hülsemann keinen Illusionen hin. Schließlich rüste die Konkurrenz im Abstiegskampf derzeit stark auf.

Beim TV Jahn sind keine Einkäufe mehr geplant. Zuletzt sah es aber auch ganz danach aus, als hätte der Verein schon Ende November den wichtigsten Transfer getätigt: Da kehrte Thomas Drotboom für Georg Mewes auf die Trainerbank zurück.

Autor: Timo Kiwitz

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