Zwei unterschiedliche Gefühlswelten waren bei Fortuna-Trainer Uwe Koschinat zu spüren. Anders war es bei Ilia Gruev - der MSV-Coach war einfach nur happy.

MSV - Fortuna

"Der Spieltag ist uns um die Ohren geflogen"

11. Dezember 2016, 12:48 Uhr
Foto: firo

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Zwei unterschiedliche Gefühlswelten waren bei Fortuna-Trainer Uwe Koschinat zu spüren. Anders war es bei Ilia Gruev - der MSV-Coach war einfach nur happy.

Uwe Koschinat war nach der Niederlage in der Schauinsland-Reisen-Arena sichtlich zwiegespalten: "Erst einmal möchte ich dem MSV nicht nur zu den drei Punkten gratulieren, sondern auch zu einem, nun doch recht souveränen Aufstiegsplatz", begann der 45-Jährige. "Wenn man das Spiel beurteilt, sollte man zwei Kritierien nicht außer Acht lassen: Erstens, unsere sehr mutige und in der Summe auch sehr durchdachte Art Fußball zu spielen. Am Ende haben wir es aber leider versäumt gefährliche Abschlüsse abzugeben. Da wird es schlussendlich zu einer Frage der Qualität, solche Aktionen auf diesem hohen Niveau auch zu Ende zu spielen. Zweitens, muss man im Umkehrschluss auch einfach die hohe Qualität des MSV erwähnen. Es ist schon so, dass wir die eine oder andere Mannschaft mit unserer laufintensiven Art deutlicher beeindrucken konnten. In den Phasen, als ich dachte, dass uns der Ausgleich gelingen könnte, hat es Duisburg sehr souverän runtergespielt und uns komplett lahm gelegt. Wir müssen anerkennen, dass es am Ende nicht gereicht hat."

Ich fand es total ekelhaft wie Köln hier aufgetreten ist
Stanislav Iljutcenko (MSV Duisburg)

Ilia Gruev war nach dem zweiten Dreier in Folge natürlich glücklich: "Ich freue mich sehr darüber, dass wir nach dem Auswärtssieg in Lotte nun auch zu Hause, gegen eine sehr starke Fortuna aus Köln, nachlegen konnten. Damit sind wir unserem Ziel, ganz oben zu überwintern, sehr nah gekommen", lobte der Bulgare nach der Partie und fügte hinzu: "Ich freue mich aber auch für unsere Fans. Ich denke, mit den letzten beiden Spielen können wir alle zufrieden sein und am Sonntag einen schönen dritten Advent verbringen."

Fabian Schnellhardt führte den MSV mit seinem Traum-Solo zum Erfolg: "Es war ein sehr kampfbetontes Spiel. Beide Mannschaften haben alles rausgehauen. Zum Glück lag das bessere Ende auf unserer Seite", analysierte der Mittelfeld-Motor und ergänzte: "Der Sieg gegen Lotte war schon enorm wichtig, aber wenn man dann nachlegen kann, wird so ein Dreier doppelt und dreifach wichtig."

Der andere Toschütze, Stanislav Iljutcenko, feierte nach mehrwöchiger Verletzungspause sein Comeback - und knipste prompt. Die Spielweise der Fortunen gefiel dem Russen indes eher weniger: "Es war eine schwierige Partie. Ich fand es total ekelhaft wie Köln hier aufgetreten ist", berichtete der Angreifer. "Wir hatten das Spiel aber so gut wie immer unter Kontrolle, sind schnell in Führung gegangen und haben schlussendlich den entscheidenden Konter setzen können."

Ein versöhnlicher Jahresabschluss für den MSV Duisburg vor heimischer Kulisse. Nicht aber für Fortuna-Trainer Koschinat - dem lag nämlich noch eine Laus auf der Leber: "Einerseits kann man unsere positive Entwicklung in den vergangenen Wochen festhalten. Andererseits ist uns der Spieltag komplett um die Ohren geflogen", klagte der gebürtige Koblenzer. "Es wird jetzt wieder sehr bedrohlich mit Blick auf ganz unten. Nächste Woche gegen Mainz II haben wir wieder eine akute Drucksituation. Ich muss ganz klar sagen, wenn man unsere Spielweise und unsere Dominanz sieht, sind zwei Punkte aus den letzten drei Spielen gegen Paderborn, Osnabrück und Duisburg einfach zu wenig."

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