Nach fünf Siegen in der Europa League verliert Schalke 04 sein letztes Spiel. Donis Avdijaj vergibt eine Topchance. Atsuto Uchida gibt Comeback.

Europa League

Schalkes Serie reißt in Salzburg

Thomas Tartemann
08. Dezember 2016, 23:02 Uhr
Foto: Firo

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Nach fünf Siegen in der Europa League verliert Schalke 04 sein letztes Spiel. Donis Avdijaj vergibt eine Topchance. Atsuto Uchida gibt Comeback.

Das war eine teure Europa League-Reise! Der FC Schalke 04 unterlag nicht nur 0:2 (0:1) im letzten Gruppenspiel bei B Salzburg und verpasste dadurch eine mögliche Siegprämie von 360.000 Euro, sondern muss auch noch eine saftige Strafe zahlen. Es waren die ersten Punktverluste der Königsblauen im laufenden Wettbewerb.

Ungeachtet dieses Ärgers haben sich die Gelsenkirchener aber als Gruppenerster für die K.o.-Runde in der Europa League qualifiziert. Salzburg ist als Dritter raus.

Schalkes Trainer Markus Weinzierl hatte sein Team einer Total-Rotation unterzogen. Von der Stammformation, die zuletzt 1:2 im Bundesligaduell gegen Leipzig verloren hatte, blieb nur Kapitän Benedikt Höwedes übrig. Schalkes Leitwolf hatte als Organisator der neuformierten Deckung, in der Benjamin Stambouli überraschend als rechter Verteidiger aufgeboten wurde, viel zu tun. Da Höwedes auch nicht frei von Fehlern war, wackelte der durch Thilo Kehrer ergänzte Abwehrverbund einige Male. Im Tor wirkte Fabian Giefer bei seinem ersten Profi-Einsatz in dieser Saison auf der Linie sicher. Beim Salzburger Führungstor war aber auch er machtlos.

Nach 22 Minuten traf Xaver Schlager aus kurzer Distanz zum 1:0 für die Österreicher. Junior Caicara stand zwei Schritte zu weit von Schlager entfernt. Schalke tat sich anschließend schwer. Die Gastgeber kamen durch Stefan Lainer, der an Giefer scheiterte (28.), und Schlager, der über das Tor schoss (36.), zu weiteren Möglichkeiten. Bei den Königsblauen hinterließ Donis Avdijaj mit mehreren unbekümmerten Aktionen den besten Eindruck des ersten Durchgangs. Der offensive Mittelfeldspieler versuchte es dreimal aus der Distanz. Kurz vor der Halbzeit wachte auch Yevhen Konoplyanka auf. Der Ukrainer eroberte sich erst mit starkem Einsatz den Ball, fand dann aber keinen Abnehmer (40.). Ein paar Sekunden später zirkelte Konoplyanka ein Caicara-Zuspiel nur knapp neben das RB-Tor.

Nach dem Wechsel hatte Fabian Reese im Angriff seine beste Szene, scheiterte aber nach einem Konter an Salzburgs Torhüter Cican Stankovic (56.). Kurz darauf war Schluss für Reese – Markus Weinzierl brachte Alessandro Schöpf, um mehr Druck nach vorne zu entfachen. Nach einem Rempler von Wisdom an Konoplyanka (66.) hätte mancher Schiedsrichter auf den Elfmeterpunkt gezeigt. Für den rumänischen Spielleiter Radu Petrescu war die Situation im RB-Strafraum aber regelkonform. Schalke machte nun deutlich mehr Dampf. Donis Avdijaj hatte das 1:1 auf dem Kopf (69.). Trainer Markus Weinzierl sorgte mit den Einwechslungen von Sidney Sam und Atsuto Uchida bei zwei Profis, die monatelang keine Rolle mehr spielten, für neue Motivationsschübe. In der Nachspielzeit kassierte Schalke das zweite Gegentor durch Radosevic.

Autor: Thomas Tartemann

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