Der FC Viktoria Köln bereitet sich aktuell auf das Gipfeltreffen bei Borussia Mönchengladbach II - am Samstag (14 Uhr) - vor.

Viktoria Köln

Ein Eigengewächs spielt sich ins Rampenlicht

Krystian Wozniak
30. November 2016, 17:32 Uhr
Foto: Thorsten Tillmann

Foto: Thorsten Tillmann

Der FC Viktoria Köln bereitet sich aktuell auf das Gipfeltreffen bei Borussia Mönchengladbach II - am Samstag (14 Uhr) - vor.

Das war eines von nur drei Spielen in dieser Saison, das die Viktoria verlor. Die 1:4-Niederlage schmerzt den Tabellenführer immer noch. Die Viktoria will Revanche. "Natürlich brennen die Jungs darauf, die Gladbacher zu schlagen. Das Hinspiel ist noch in den Hinterköpfen", sagt Stephan Küsters, Sportlicher Leiter der Kölner.

Auch Dominik Lanius war im Hinspiel mit von der Partie. Das Eigengewächs ist die Überraschung in der Viktoria-Mannschaft und hat sich zu einem festen Bestandteil der ersten Elf gespielt. Bei den Kölnern ist man voll des Lobes über den 1,93-Meter-Hünen. Küsters: "Dominik ist ein toller Junge. Kein Wahnsinniger oder Verrückter - ein bodenständiger Mann aus einem guten Familienhaus. Auf dem Platz erledigt er seinen Job souverän und arbeitet im Training oder sogar danach an seinen Schwächen. Einen besseren jungen Spieler kann man sich eigentlich gar nicht wünschen."

RevierSport sprach mit dem 19-jährigen Lanius, der in der U16 von Deutz 05 zur Viktoria wechselte und mittlerweile einer Art "Juwel" des Klubs ist.

Dominik Lanius, hätten Sie vor der Saison daran geglaubt, dass Sie so schnell Stammspieler werden?
Als Sportler muss man immer positiv denken. Aber ich muss ehrlich zugeben, dass das alles sehr schnell gelaufen ist. Ich stand schon in der vergangenen Saison im Kader, habe mir dann in der Sommervorbereitung einen Syndesmosebandriss zugezogen und bin lange ausgefallen. Es war aber ein gutes Lehrjahr für mich. Daraus habe ich viel Kraft geschöpft.

Macht es Sie ein wenig stolz, mit 19 Jahren Stammspieler beim Tabellenführer der Regionalliga West zu sein?
Ja, klar. Bei der Viktoria stehen nur gute Spieler im Kader. Da freut es mich umso mehr, aktuell zur ersten Elf zu gehören. Aber ich muss weiter hart an mir arbeiten. Manchmal fehlt mir die Cleverness, auch mein Spielaufbau ist verbesserungswürdig. Daran arbeite ich.

Wie erklären Sie sich den Erfolgslauf der Viktoria?
Wir haben nach den ersten beiden Saisonspielen, die enttäuschend für uns verlaufen sind, etwas verändert. Da wollten wir vielleicht zu viel und haben zu hoch gepresst. Jetzt stimmt es einfach von hinten bis vorne und wir sind auf einem guten Weg.

Und die Viktoria hat Mike Wunderlich...
Mike ist natürlich sehr wichtig für die Mannschaft. Er ist ein toller Fußballer. Wir funktionieren aber nur als Gemeinschaft. Dass ich Mike lieber als Mit- statt Gegenspieler habe, ist doch auch klar (lacht).

Wer kann die Viktoria überhaupt noch aufhalten?
Oben herrscht ja im Moment ein Dreikampf um die Spitze. Wir sind noch lange nicht am Ziel angekommen. Es sind erst gut die Hälfte der Spiele absolviert und vor uns liegt noch ein langer Weg.

Ihr Vertrag läuft im Sommer aus. Was haben Sie für Träume für die Zukunft?
Ich will gar nicht so weit nach vorne schauen. Demnächst strebe ich ein Studium im Sportmanagement an. Da laufen die Bewerbungen. Und sportlich? Ich bin einfach froh, dass ich gesund bin und spielen darf. Ich genieße die aktuelle Situation. Alles andere wird man sehen.

Autor: Krystian Wozniak

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