Schalkes spanischer Neuzugang schuftet jeden Tag für sein Comeback. Im Trainingslager im Januar will der 29-Jährige wieder mit dem Team trainieren.

Schalke

So schuftet Coke für seine Rückkehr

Christoph Winkel
23. November 2016, 11:11 Uhr
Foto: FC Schalke 04

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Schalkes spanischer Neuzugang schuftet jeden Tag für sein Comeback. Im Trainingslager im Januar will der 29-Jährige wieder mit dem Team trainieren.

Wenn Schalke sich Anfang Januar im Trainingslager im spanischen Benidorm auf die Rückrunde vorbereitet, will auch Coke wieder angreifen. Der Spanier, der im Sommer für vier Millionen Euro vom FC Sevilla kam, brennt darauf, endlich sein erstes Pflichtspiel für Schalke bestreiten. Dafür schuftet er in der Reha hart. Und zwar jeden Tag. Alles andere ist für den dreimaligen Europa League-Sieger nebensächlich.
Ob eine Rückkehr des 29-Jährigen eventuell schon am 21. Januar im ersten Heimspiel des neuen Jahres gegen den FC Ingolstadt möglich ist, weiß Coke aber noch nicht. "Es wäre ein Fehler, wenn ich mich jetzt selbst unter Druck setzen würde und mir einen bestimmten Tag vornehme, an dem ich wieder dabei bin", sagt er im Interview mit schalke04.de.

Dreieinhalb Monate sind vergangen, als sich der Rechtsverteidiger im Trainingslager in Mittersill in seinem ersten Spiel für Schalke einen Kreuzbandriss zuzog. Bei seinem 45-Minuten-Einsatz im Test gegen den FC Bologna verspürte er nach einem Zweikampf Schmerzen im rechten Knie, spielte aber trotzdem bis zum Ende der Partie durch. Die erschütternde Diagnose folgte: eine Verletzung des hinteren Kreuzbandes im rechten Knie. Auf eine Operation wurde verzichtet. Dennoch: ein persönliches Drama für den Spanier, der gerade erst im Trainingslager angekommen war und als sofortige Verstärkung fest eingeplant war.

Nie zuvor war der ehemalige Mannschaftskapitän des FC Sevilla so schwer verletzt. Und dann das. "Eine völlig neue Situation", sagt Coke. "Aber ich werde auf Schalke sehr professionell betreut und weiß, dass alle Beteiligten ihr Bestes geben, damit ich schnell wieder auf den Platz zurückkehre."

Vor wenigen Tagen konnte Coke zum ersten Mal Übungen auf dem Trainingsplatz absolvieren. Allerdings noch nicht mit der Mannschaft, sondern individuell mit seinen Reha-Trainern. "Dass mein Knie Zeit braucht, ist mir bewusst. Deshalb muss ich Schritt für Schritt machen und darf nichts überstürzen", sagt er.

Erst seit Ende Oktober ist Coke zurück auf Schalke. Den Großteil seiner Reha hat er in Barcelona absolviert. Die Verantwortlichen auf Schalke hielten es für sinnvoll, dass er nach seiner Verletzung zunächst zurück in seine Heimat reist. "Du bist mit so einer Verletzung am Anfang stark gehandicapt, musst dir beispielsweise den Kaffee auf Krücken alleine holen. Im familiären Umkreis, wo dir jemand den Kaffee anreicht, ist das schon besser", erklärte Schalkes Direktor Sport Axel Schuster.

Beim Europa League-Spiel gegen Krasnodar war Coke zum ersten Mal bei einem Heimspiel auf Schalke dabei. Auch den 3:1-Heimsieg drei Tage später in der Bundesliga gegen Werder Bremen verfolgte er von der Tribüne aus. Anschließend feierte er sogar mit den Mannschaftskollegen in der Kabine. "Die Atmosphäre war fantastisch und noch einmal etwas ganz anderes als vor dem Fernseher. Ich bin völlig begeistert von den Fans und freue mich schon auf den Tag, wenn ich vor diesen fantastischen Menschen auf dem Rasen stehen darf. Ich denke jeden Tag daran."

Autor: Christoph Winkel

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