Nach dem Regionalliga-Spiel zwischen der Zweitvertretung des FC Schalke 04 und Rot-Weiss Essen (1:1) ist es zu handfesten Auseinandersetzungen gekommen.

Ärger nach dem Spiel

RWE-Fan schlägt 17-jährige Schalkerin

Martin Herms
20. November 2016, 19:08 Uhr
Foto: Thorsten Tillmann

Foto: Thorsten Tillmann

Nach dem Regionalliga-Spiel zwischen der Zweitvertretung des FC Schalke 04 und Rot-Weiss Essen (1:1) ist es zu handfesten Auseinandersetzungen gekommen.

Mit gesunder Rivalität hatte es nichts zu tun, was sich im Anschluss an die Partie zwischen der Schalker U23 und den Rot-Weissen ereignete. Kurz nach dem Abpfiff der Begegnung, die 1100 Zuschauer in der Herner Mondpalast-Arena verfolgten, kam es zu einem unrühmlichen Zwischenfall im Hauptbahnhof Wanne-Eickel.

Dort trafen die Fanlager der rivalisierenden Vereine gegen 16 Uhr aufeinander. Es kam zu einer gewaltsamen Auseinandersetzung, bei der mehrere Personen leicht verletzt wurden. Darunter war ein 17-jähriges Mädchen, das von einem RWE-Fan attackiert wurde. Das bestätigte ein Sprecher der Bundespolizei, die vor Ort eingesetzt werden musste, auf Nachfrage dieser Redaktion: "Ein 30-jähriger Essener hat einer 17-jährigen Gelsenkirchenerin in das Gesicht geschlagen. Zuvor kam es zu einer verbalen Konfrontation", berichtet der Sprecher.

Vater attackiert Angreifer seiner Tochter

Der 45-jährige Vater der Geschädigten griff daraufhin den Essener und seinen 21-jährigen Begleiter an. Auch die beiden RWE-Anhänger wurden im weiteren Verlauf der Auseinandersetzung verletzt. "Die Bundespolizei leitete sowohl gegen den Essener Angreifer, als auch gegen den Vater der 17-Jährigen ein Ermittlungsverfahren wegen Körperverletzung ein", heißt es im offiziellen Polizeibericht.

Auch im Essener Hauptbahnhof kam es zu versuchten Angriffen

Ein weiteres Ermittlungsverfahren wurde gegen einen 52-jährigen Schalke-Fan eingeleitet, der 20 Minuten nach der ersten Konfrontation einem 27-jährigen Essener eine "Kopfnuss" verpasste und diesen dabei verletzte.

Die Einsatzkräfte der Bundespolizei mussten im weiteren Verlauf der Abreise immer wieder eingreifen, um weitere körperliche Auseinandersetzungen zu verhindern. Auch im Essener Hauptbahnhof kam es zu Provokationen und Pöbeleien. Weitere Körperverletzungen blieben aus.

Autor: Martin Herms

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