Borussia Mönchengladbach - stand in der vergangenen Saison für eine unglaubliche Aufholjagd von Platz 18 auf Rang vier, stand für Fußball nach vorn, für die drittmeisten Tore hinter Bayern und dem BVB, für den Start in der Champions League. Ein Kommentar.

M'gladbach

Wolfsburg als warnendes Beispiel

Michael Ryberg
05. November 2016, 13:05 Uhr
Foto: firo

Foto: firo

Borussia Mönchengladbach - stand in der vergangenen Saison für eine unglaubliche Aufholjagd von Platz 18 auf Rang vier, stand für Fußball nach vorn, für die drittmeisten Tore hinter Bayern und dem BVB, für den Start in der Champions League. Ein Kommentar.

Doch die Hurra-Elf vom Niederrhein schrumpft aktuell zum biederen Mitläufer in der Bundesliga. Es mag etwas reißerisch formuliert sein, angesichts des elften Tabellenplatzes von einer sportlichen Krise zu schreiben. Rang neun ist schließlich das Minimalziel von Sportdirektor Max Eberl. Meilenweit entfernt sind die Borussen davon nicht.

Die gewachsene Anspruchshaltung der Fanschar schlägt allerdings stetig in Enttäuschung um. Fünf Bundesliga-Spiele ohne eigenen Treffer sind hart. Finden aber auch im verletzungsbedingten Fehlen Raffaels und Thorgan Hazards ihre Ursache.

Das Grundsatzproblem ist ein anderes: Das Team von Trainer André Schubert verpackt aufgrund der kapitalen Personalausfälle die Dreierbelastung aus Bundesliga, Champions League und DFB-Pokal nicht. NIcht nur körperlich nicht, sondern auch psychisch. Die Leichtigkeit auf dem Rasen scheint abhanden gekommen. Mangelndes Matchglück wie gegen den HSV oder Frankfurt (beide Spiele 0:0) sorgt dazu auch nicht gerade für frische Köpfe.

Natürlich kommt die Pause nun gerade recht. Doch nicht alle Borussen dürfen verschnaufen. Sommer, Elvedi, Hazard, Vestergaard, Johnson, Wendt, Dahoud sind für diverse Nationalmannschaften unterwegs. Pause ist also relativ.

Und die Aufgaben ab 19. November werden nicht leichter: Heimspiele gegen Köln, Manchester City und Hoffenheim, dann Auswärtspartien in Dortmund und in Barcelona. Sportdirektor Max Eberl hat deshalb recht, wenn er mahnt, nicht irgendwelchen Träumereien nachzuhängen. Der Fahrstuhl nach unten ist schneller in Bewegung als mancher in Gladbach glauben mag. Frag nach beim VfL Wolfsburg!

Autor: Michael Ryberg

Mehr zum Thema

Wettbewerbe

Mannschaften

Rubriken

Kommentieren