Der Wuppertaler SV hat sich in der Regionalliga West von einem Aufsteiger zu einem echten Spitzenteam gemausert.

Wuppertaler SV

So plant Manno seine Zukunft

Krystian Wozniak
21. Oktober 2016, 15:55 Uhr
Foto: Tillmann

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Der Wuppertaler SV hat sich in der Regionalliga West von einem Aufsteiger zu einem echten Spitzenteam gemausert.

Der WSV liegt nach 13 Spielen auf Platz vier und hat nur sechs Punkte Rückstand zum Tabellenführer Borussia Mönchengladbach II. Nur eine einzige Partie - 0:2 gegen Schalke II - verloren die Rot-Blauen bis dato. Die Zahlen werden noch besser: Saisonübergreifend war die Niederlage gegen den S04-Nachwuchs die einzige Pleite in den letzten 30 Liga-Partien.

Einen wesentlichen Anteil an dieser Erfolgsgeschichte haben nicht nur Trainer Stefan Vollmerhausen und Manager Manuel Bölstler sondern auch Kapitän Gaetano Manno. Er ist der Leitwolf der jungen Mannschaft und der Dreh- und Angelpunkt. Einst bei Viktoria Köln aussortiert, weil nicht mehr für gut befunden, zeigt der ehemalige Zweitliga-Profi auch mit 34-Jahren, was er noch drauf hat. Sieben Treffer und drei Torvorlagen in zehn Einsätzen sprechen eine deutliche Sprache. Im RS-Interview erklärt der gebürtige Italiener, warum das kommende Spiel gegen Sprockhövel für ihn ein besonderes Ereignis ist und wie lange er noch Fußball spielen will.

Gaetano Manno, wann läuten Sie als Kapitän den Angriff auf die Spitze ein?
(lacht) Das werden Sie von mir nicht hören. Ich habe mich noch am Donnerstag lange mit Kevin Hagemann unterhalten. Der Junge hat letztes Jahr in Velbert gespielt und mit der SSVg eine super Hinrunde mit knapp 30 Punkten hingelegt. Und was ist passiert? Velbert ist abgestiegen. Die sind nach der Winterpause in einen Negativlauf geraten und haben nichts mehr auf die Kette bekommen. Niemand hätte nach der Hinserie einen Velberter Abstieg für realistisch gehalten. Deshalb sind wir uns alle einig: Unser primäres Ziel sind die 40 Punkte - je schneller, desto besser!

Und dann...
Wenn wir diese Marke erreichen sollten, dann können wir noch einmal sprechen.

Was ist das Erfolgsgeheimnis des Wuppertaler SV?
Wir sind ein echtes Team. Ich habe in meiner Karriere schon in einigen Mannschaften gespielt und kann gut beurteilen, welches Team diesen Namen auch verdient. Bei uns ist das der Fall. Unsere sportlichen Verantwortlichen mit Stefan Vollmerhausen und Manuel Bölstler leisten hervorragende Arbeit und haben uns zu einer Einheit geformt.

Als Sie Viktoria Köln verlassen haben, gab es Stimmen, dass Ihre Karriere so langsam vorbei sei. Sie sind zum WSV in die Oberliga gewechselt und jetzt sind sie einer der Top-Akteure der Regionalliga...
Ja, das wird den ein oder anderen vielleicht überraschen. Die rund 18 Monate bei der Viktoria waren nicht einfach und leider auch nicht erfolgreich. Viele hätten mir diese heutigen Leistungen nicht mehr zugetraut. Daraus habe ich im Endeffekt auch viel Kraft geschöpft und wollte es mir selbst vor allem beweisen, dass ich doch noch funktioniere. Denn die Lust auf Fußball ist bei mir immer noch groß. Seit einiger Zeit kann ich endlich auch wieder ohne irgendwelche Schmerzmittel trainieren und spielen. Ich fühle mich im Moment einfach topfit und nur glücklich.

Ihr Vertrag läuft im kommenden Sommer aus. Denken Sie schon an das Karriereende?
Nein. Solange ich mit den Jungs mithalten kann und der Mannschaft weiter helfe, will ich auch weiter machen. Das ist eigentlich auch so mit den Verantwortlichen abgesprochen. Ich hatte schon das erste Gespräch mit Manuel Bölstler und ich denke, dass das alles in die richtige Richtung geht. Ich würde gerne noch einmal um ein Jahr beim WSV verlängern.

Am Samstag steht ein echtes Heimspiel für Sie an oder?
(lacht) Ja! Wir spielen gegen Sprockhövel im Hagener Ischelandstadion. Ich bin ein gebürtiger Hagener und wohne nur zehn Minuten Fußweg vom Stadion entfernt. Es werden viele Freunde und Bekannte im Stadion sein. Ich freue mich sehr auf das Spiel.

Autor: Krystian Wozniak

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