Nach zuletzt drei Unentschieden in der Liga und dem Zweitrundenaus im Westfalenpokal befindet sich der SV Lippstadt aktuell in einer ersten Schwächephase.

SV Lippstadt

Der Favorit steckt in seiner ersten Krise

Fabian Kleintges-Topoll
17. Oktober 2016, 15:08 Uhr
Foto: Makiela

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Nach zuletzt drei Unentschieden in der Liga und dem Zweitrundenaus im Westfalenpokal befindet sich der SV Lippstadt aktuell in einer ersten Schwächephase.

Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen. Das passt zur aktuellen Verfassung des SVL. Gegen die vermeintlich klaren Underdogs Gütersloh, Bielefeld II und ASC Dortmund konnten die Lippstädter zuletzt nur einfach punkten. Für die unterstrichenen Aufstiegsambitionen sicherlich zu wenig. Hinzu kommt die bittere Pokalpleite beim Westfalenligisten FC Lennestadt. Der Oktober steht für das Team von Trainer Stefan Fröhlich also bisher unter keinem guten Stern.

Das vergangene Heimspiel am Sonntag gegen den ASC Dortmund war für Fröhlich bereits vorher "nicht das typische Spiel Zweiter gegen Letzter". Wie vom Coach erwartet, machte der Tabellenletzte dem Aufstiegsfavoriten das Leben ungemein schwer und ging sogar in Führung. Dennoch zeigte sich Fröhlich mit der Leistung seiner Mannschaft zumindest teilweise zufrieden: "Trotz des Rückstandes waren wir in der ersten Halbzeit die bessere Mannschaft und hatten ein klares Chancenplus. Wir hätten die Führung verdient gehabt. In der zweiten Hälfte hat Dortmund die Räume sehr eng gemacht, tief gestanden und gut verteidigt. Wir haben keine gute zweite Halbzeit gespielt", ärgert sich der Trainer über das 1:1-Endresultat.

Trotz der anhaltenden Schwächephase steht der SV Lippstadt momentan mit 19 Punkten aus zehn Spielen immer noch auf Platz zwei und nur einen Zähler hinter dem neuen Spitzenreiter Hamm. Da viele Topteams in den letzten Wochen immer wieder Punkte liegen gelassen haben, wechselt der Tabellenführer aktuell fast jeden Spieltag. "In der ausgewogenen Saison finden sich langsam die Mannschaften oben ein, mit denen man zu Saisonbeginn gerechnet hat", so der Coach, der auch noch mit Teams wie Erndtebrück und Bielefeld II rechnet.

Gegen Rhynern wieder in die Spur kommen

Am Sonntag um 15 Uhr empfängt der Tabellenzweite den Viertplatzierten Westfalia Rhynern zum Topspiel im Stadion am Bruchbaum. Die Ausgangssituation ist für Fröhlich eindeutig: „Rhynern ist in einer sehr guten Verfassung und hat einen Lauf. Sie sind in einer besseren Phase als wir. Deshalb ist es einfach zu sagen, dass wir als Außenseiter in die Partie gehen“, sagt der Trainer, der die Favoritenrolle gerne dem Gegner zuschiebt. Für Lippstadt ist es nun erstmal wichtig, wieder in die Spur zu kommen. „Wir müssen über weite Strecken gute Leistungen bringen“, fordert Fröhlich, der sich weiter oben festsetzen möchte.

Autor: Fabian Kleintges-Topoll

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