Rot-Weiss Essen hat die U21 des 1. FC Köln mit einem deutlichen 5:2 (1:0) auf die Heimreise geschickt.

RWE - Köln II

"Noch nicht so stabil, wie wir sein wollen"

15. Oktober 2016, 17:14 Uhr
Foto: Thorsten Tillmann

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Rot-Weiss Essen hat die U21 des 1. FC Köln mit einem deutlichen 5:2 (1:0) auf die Heimreise geschickt.

Lange musste RWE-Trainer Sven Demandt nicht überlegen, um sich an den letzten Treffer nach einer Ecke zu erinnern. Den hatte [person=4083]Dennis Malura[/person] für seine Mannschaft in der ersten Runde des DFB-Pokals gegen Arminia Bielefeld erzielt. In der Liga hingegen blieben Tore nach ruhenden Bällen bislang Mangelware. Bis zur 78. Minute im Spiel gegen die Domstädter.

Da stand Innenverteidiger [person=3671]Philipp Zeiger[/person] plötzlich frei und schon den Ball trocken über die Linie. Es war der Treffer zum 3:2, der in eine Phase fiel, die so dramatisch gar nicht hätte sein müssen.

[person=8915]Roussel Ngankam[/person] hatte schon im ersten Durchgang mit seinem Treffer zum 1:0 (27.) für eine weitere Premiere gesorgt – der letzte Sommer-Zugang war schließlich auch in der Liga noch ohne Tor – und nach dem Seitenwechsel noch auf 2:0 erhöht (60.). Rot-Weiss wiegte sich in Sicherheit. Offenbar zu früh, denn die Mannschaft von Stefan Emmerling kam zurück. Erst besorgte [person=25144]Anas Ouahim[/person] den Anschluss (67.), wenig später glich [person=1655]Roman Prokoph[/person] per Foulelfmeter aus. Eine Entwicklung, die Emmerling bereits vorhergesehen hatte: „Wenn man den Anschluss erzielt, ist es oft so, dass die Heimmannschaft anfängt zu flattern. Das war dann auch so.“

Sein Essener Pendant hatte die Ursache ausgemacht: „Mit dem 2:0 dachten wir, dass nicht mehr so viel passieren kann. Daran sieht man auch, dass wir noch nicht so stabil sind, wie wir sein wollen.“

Den 5737 im Stadion Essen schwante bereits Böses – hatten sich die Rot-Weissen in der laufenden Saison doch bereits mehrfach selbst um den Lohn gebracht. Und so sah es auch zwischenzeitlich gegen die Kölner aus. „Wir kriegen zu viele Elfmeter gegen uns“, monierte Demandt, stellte die Entscheidung des Unparteiischen jedoch nicht in Frage: „Kasim Rabihic hat mir gesagt, dass er Foul gespielt hat.“

Im Gegensatz jedoch zu den Spielen gegen Mönchengladbach II, Rödinghausen, den BVB II oder auch die Partie in Aachen verstand es die Demandt-Elf, sich in der Schlussphase noch durch das eigene Power-Play zu belohnen. Zeigers Premierentreffer nach einem ruhenden Ball folgte ein weiteres Tor nach einer Ecke: Die Hereingabe von Rückkehrer Kevin Grund köpfte Marcel Platzek trocken ins lange Eck (87.). Der 26-Jährige war es auch, der in der Nachspielzeit noch einmal am Ergebnis schraubte und per Konter das 5:2 erzielte. „Das war sicherlich etwas zu hoch, aber wir nehmen das gerne mit. Beide Stürmer haben getroffen. Für uns war es ein gelungener Nachmittag“, sagte Demandt abschließend.

Sein Schlussfazit unterschied sich in den Grundsätzen nicht von dem seines Kollegen: „Trotz der Niederlage war es ein guter Auftritt von uns. Wir werden unsere Lehren daraus ziehen“, sagte FC-Trainer Emmerling und merkte an: „Für die Zuschauer war das ein sehr unterhaltsames Spiel.“

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