Bei Rot-Weiß Oberhausen weiß man in diesen Tagen nie genau, was man am Ende bekommt.

RWO

"Terras" Leergut-Vergleich vor Spiel gegen den Letzten

Christian Brausch
22. September 2016, 15:29 Uhr
Foto: Micha Korb

Foto: Micha Korb

Bei Rot-Weiß Oberhausen weiß man in diesen Tagen nie genau, was man am Ende bekommt.

Erst das 7:1 gegen Siegen, dann das 0:5 in Wattenscheid. Eine Woche später kam die Mannschaft von Trainer Mike Terranova nach einem 0:2 beim Spitzenreiter aus Gladbach zurück und entführte beim 2:2 einen Punkt.

Nach dem Zweitrundenspiel im Niederrheinpokal am Mittwoch (3:1 beim Bezirksligisten SV Bedburdyck/Gierath) wartet nun das Schlusslicht auf die Kleeblätter. Am Samstag kommt die TSG Sprockhövel ins Stadion Niederrhein. Zuvor bricht Terranova aber noch eine Lanze für seine Mannschaft, die sich im Pokal von der guten Seite gezeigt hat, auch wenn ein 3:1 gegen einen Bezirksligisten was anderes vermuten lässt. "Ich fand die Leistung gut, ich war zufrieden. Wir haben gegen einen guten und engagierten Gegner gewonnen und zahlreiche Chancen herausgespielt. Natürlich wünsche ich mir dann auch mal ein paar Tore mehr, aber die Jungs haben Gas gegeben, das zählt für mich. Und für Siege wurde noch niemand verurteilt."

In der Liga soll nun der nächste Dreier her, schließlich krebsen die Oberhausener noch in einer Tabellenregion herum, in der sie sich selber nicht sehen. Und das Potential der Mannschaft ist auch eindeutig größer als der momentane Tabellenplatz 14. Personell kann der Ex-Profi gegen die TSG allerdings nicht aus dem Vollen schöpfen. Arnold Budimbu (krank) ist fraglich, konnte bisher noch nicht trainieren, Felix Haas (Knieblessur) fällt ebenso aus wie Sinan Özkara (Mittelfußbruch). Benny Weigelt ist dafür ebenso wieder voll im Saft wie Güngör Kaya, der nach kleineren Beschwerden wieder im Training ist. Apropos Kaya: Für den hat Terranova ein Lob parat, nachdem es für den Zugang aus Wattenscheid in Oberhausen bisher nicht nach Plan verlief: "Güngör ist auf dem richtigen Weg. Er hat sehr gut trainiert. Ich bin zufrieden, weil ich merke, dass er sich zeigen will."

Zufrieden war der Coach auch mit den Auftritt von Angreifer Boran Sezen in Gladbach. Dennoch ist es wahrscheinlich, dass gegen die tief stehenden Gäste Simon Engelmann wieder seine Chance bekommt. "Wer am Ende spielt, entscheide ich nach dem Training am Freitag. Aber ich habe genug Optionen in der Offensive."

Viel wichtiger als das Personal ist dem Liebling der RWO-Fans sowieso die Einstellung seiner Spieler. Und daher betont "Terra": "Wichtig ist, dass wir den Gegner nicht unterschätzen. Denn irgendwann holen diese Klubs auch ihre Punkte. Niemand hätte gedacht, dass Rödinghausen bei Viktoria Köln oder in Essen gewinnt. Die TSG wird defensiv spielen, wir müssen dort erstmal durchkommen." Zum Schluss bringt Terranova noch einen Vergleich, der seinen Spielern Warnung genug sein soll: "Wenn es so leicht wäre, dass immer der Favorit gewinnt, dann könnten wir unser Leergut wegbringen und alles beim Wettanbieter setzen, anschließend müsste keiner mehr arbeiten. Aber so leicht ist es nicht. Daher müssen wir alles geben, genau wie gegen Gladbach II."

Autor: Christian Brausch

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