Die Flaute im Sturm ist Geschichte beim Zweitligisten VfL Bochum: Vor dem NRW-Duell der Offensiv-Prediger aus dem Ruhrgebiet bei den Defensiv-Strategen aus Düsseldorf (heute, 17.30 Uhr) hat sich die Abteilung Attacke wieder viel vorgenommen.

VfL Bochum

Mlapa nervt das "Blabla"

Ralf Ritter
19. September 2016, 21:18 Uhr
Foto: firo

Foto: firo

Die Flaute im Sturm ist Geschichte beim Zweitligisten VfL Bochum: Vor dem NRW-Duell der Offensiv-Prediger aus dem Ruhrgebiet bei den Defensiv-Strategen aus Düsseldorf (heute, 17.30 Uhr) hat sich die Abteilung Attacke wieder viel vorgenommen.

Allen voran: Peniel Mlapa. Der 25-Jährige atmete befreit auf nach dem 5:4-Spektakel gegen Nürnberg, nach seinem Doppelpack ins Glück, das den VfL wieder herangeführt hat an die Spitzengruppe. Nach seinem ersten Saisontreffer „fiel mir eine Last von den Schultern“, gab der Stürmer zu. Die Kritik an Mlapa insbesondere und auch an dem nun ebenfalls erstmals erfolgreichen Nils Quaschner hatte Spuren hinterlassen. „Immer wieder die Rufe nach Simon Terodde, das ganze Blabla nervt einfach nur“, verriet Mlapa. „Wir haben heute den Kritikern unsere Antwort gegeben.“

Quaschner, drei Jahre jünger und ungefähr einen Kopf kleiner als Mlapa, nickte eifrig. Die Stürmer, von denen im System von Trainer Gertjan Verbeek nur einer starten kann, traten demonstrativ gemeinsam vor die Journalisten. „Wir freuen uns zusammen über jedes Tor, das der andere schießt“, erzählte Quaschner.

Bei den Düsseldorfern, die nach der ersten Saisonniederlage in Heidenheim (0:2) eine Reaktion zeigen wollen, wird wohl erneut Mlapa loslegen. Der in jungen Jahren als Toptalent gepriesene Deutsch-Togolese hofft im zweiten Jahr beim VfL auf den Durchbruch, der ihm in Mönchengladbach und Nürnberg zuvor verwehrt blieb. Fünf Treffer erzielte er in der Vorsaison, als er an dem nach Stuttgart abgewanderten Zweitliga-Torschützenkönig nicht vorbeikam. Trainer Gertjan Verbeek schenkt Teroddes Nachfolgern das uneingeschränkte Vertrauen: „Ich bin froh, dass ich zwei sehr gute Stürmer habe.“ Wirklich stark aber macht nur ein Erfolgserlebnis. Mlapa: „Wenn der Ball über die Linie geht, ist das einfach ein geiles Gefühl, dann ist man wie befreit.“

Autor: Ralf Ritter

Mehr zum Thema

Wettbewerbe

Mannschaften

Rubriken

Kommentieren