Der FC Viktoria Köln hat am 7. Spieltag der Regionalliga West den vierten Sieg in Folge eingefahren und direkten Anschluss an Spitzenreiter Borussia Dortmund II hergestellt.

Viktoria Köln

Sieg gegen Verl und zwei Platzverweise

Daniel Sobolewski
03. September 2016, 18:02 Uhr
Foto: Thorsten Tillmann

Foto: Thorsten Tillmann

Der FC Viktoria Köln hat am 7. Spieltag der Regionalliga West den vierten Sieg in Folge eingefahren und direkten Anschluss an Spitzenreiter Borussia Dortmund II hergestellt.

Die Höhenberger bezwangen den SC Verl vor 786 Zuschauern durch Tore von [person=1574]Mike Wunderlich[/person] und [person=5143]Fatih Candan[/person] 2:1 (1:0) und verbesserten sich auf den dritten Rang, obwohl Trainer Marco Antwerpen und Rechtsverteidiger Patrick Koronkiewicz des Platzes verwiesen wurden.

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Verls Trainer Andreas Golomek lag mit seiner Vermutung, dass bei Viktoria kein Eigengewächs in der Startelf stehen würde, gründlich daneben. Mit Mike Wunderlich, Dominik Lanius und Hamza Saghiri waren gleich drei Akteure in der Anfangsformation, die in Höhenberg ausgebildet wurden. Letzterer kam damit zu seinem Debüt für die Kölner. Auf der Bank war einmal mehr vor allem die Torwartposition zu erwähnen. Ex-Stammkeeper Nico Pellatz wurde endgültig in die Bezirksliga-Vertretung degradiert. Weil Reservetorwart Alexander Monath verletzungsbedingt ausfiel stand deshalb René Monjeamb im Kader. Der 25-Jährige war vor der Saison vom Mittelrheinligisten FC Hennef 05 zu Viktorias Reserve gewechselt.

Nach einer den sommerlichen Temperaturen entsprechenden Anfangsphase ohne Höhepunkte nahm die Viktoria das Zepter in die Hand, überzeugte durch absolute Spielkontrolle und sicheres Kombinationsspiel. Die erste Großchance hatte David Jansen in der 14. Minute, als er nach einem Freistoß von Mike Wunderlich und einer Kopfballvorlage von Dominik Lanius wenige Meter vor dem Tor zu Schuss kam, aber nicht richtig traf, so dass SCV-Keeper Robin Brüseke parieren konnte. Nachdem an Lukas Liehr mit einem akrobatischen Abschluss von der Strafraumlinie vier Minuten später die einzige Verler Chance für lange Zeit vergab, hatten die Gäste kaum noch etwas zu melden. Viktoria hatte fast durchweg den Ball und erarbeitete sich zahlreiche Torgelegenheiten, die meisten davon David Jansen.

Die Sturmspitze war es dann auch, die das 1:0 für die Hausherren auflegte. Nach einer Balleroberung von Mike Wunderlich spielte Jansen den Ball zu seinem Kapitän zurück, der mit seiner unnachahmlichen Schusstechnik den Torwart ausguckte und aus 16 Metern ins linke Eck traf (28.). Viktoria trat das Gaspedal anschließend noch mehr durch und drückte auf das schnelle zweite Tor. Verl wusste sich nur noch mit einer ganzen Reihe von Fouls zu helfen, was Viktoria-Trainer Marco Antwerpen echauffierte. Einen kurzen Zwist mit dem Schiedsrichter-Assistenten nahm der Unparteiische zum Anlass, ihn sofort auf die Tribüne zu verweisen (40.).

Unbeirrt vom Platzverweis des Trainers behielten die Rechtsrheinischen auch nach dem Seitenwechsel das Zepter fest in die Hand. Nur mit Standards kamen die Verler überhaupt einmal vor das Tor der Hausherren, konnten aber auch damit keine Gefahr erzeugen. Mit der Einwechslung von Kevin Holzweiler kam bei Viktoria noch einmal Dampf und Schwung in die Partie. Nur vier Minuten, nachdem der Dribbelzwerg den Platz betreten hatte, leitete er mit einem seiner gefürchteten Antritte die Entscheidung ein. Wie Slalomstangen ließ der aus Mönchengladbach gekommene 21-Jährige die Gegenspieler im Mittelfeld stehen, spielte Jansen in der Gasse frei, der mit einer gezielten Hereingabe von der rechten Seite Fatih Candan fand. Aus wenigen Metern musste der Deutschtürke nur noch einschieben (70.).

Aufregend wurde es im Anschluss nur noch durch Ruppigkeiten. Nur zwei Minuten nach einer Fragwürdigen gelbe Karte hatte Patrick Koronkiewicz seine Nerven nicht im Griff, als Gegenspieler Marco Kaminski ihn aus einem Meter anschoss. Wegen einem Schubser kassierte der Rechtsverteidiger direkt die gelbrote Karte (82.). Mit dem Mut der Verzweiflung versuchten die Gäste aus Ostwestfalen, noch einmal Profit aus der Überzahl zu schlagen. Das gelang dem SCV zwar, jedoch zu spät. Unmittelbar, nachdem der eingewechselte [person=29450]Haralambos Makridis[/person] mit einer sehenswerten Volley-Abnahme eines Eckstoßes auf 1:2 verkürzte, pfiff Schiedsrichter Sven Heinrichs ab und machte den vierten Sieg in Folge für Viktoria Köln amtlich.

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Autor: Daniel Sobolewski

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