Eigentlich sollte Max Meyer nach dem Testspiel gegen Finnland wieder von der Nationalelf abreisen. Doch er überzeugte Trainer Joachim Löw und bleibt.

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Schalkes Max Meyer ist der große Gewinner

dlb
02. September 2016, 09:17 Uhr
Foto: firo

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Eigentlich sollte Max Meyer nach dem Testspiel gegen Finnland wieder von der Nationalelf abreisen. Doch er überzeugte Trainer Joachim Löw und bleibt.

Ein bisschen mussten sie am Donnerstagvormittag auch beim FC Schalke 04 umplanen. Schließlich war fest vereinbart worden, dass der Fußballspieler [person=8906]Max Meyer[/person] nach seinem Einsatz für die deutsche Nationalmannschaft schnell zu seinem Verein zurückkehren sollte. Meyer, zarte 20 Jahre alt, hatte gerade erst eine beanspruchende, mit Silber gekrönte Dienstreise zu den Olympischen Spielen in Rio hinter sich gebracht. Für die Elf von Bundestrainer Joachim Löw sollte er im Testspiel gegen Finnland (2:0) kicken und dann schnell zusehen, dass er zur Erholung auf die Couch kommt. Oder so ähnlich eben. Nun aber ist der Jungspund Teil der Löw’schen Überlegungen für das deutlich ernster zu nehmende WM-Qualifikationsspiel gegen Norwegen am Sonntag (20.45 Uhr/ live bei uns im Ticker) in Oslo. Debütant [person=14088]Niklas Süle[/person], ­ebenfalls Olympiateilnehmer, und [person=2646]Kevin Volland[/person], der einen Mittelhandbruch erlitt, reisten ab. Max Meyer bleibt.

Diese Entscheidung hat vermutlich auch erheblich damit zu tun, dass der Mittelfeldmann die ihm dargebotene Chance nutzte. Löw will in der Zeit vor der WM 2018 in Russland verstärkt junge Spieler in den Kader integrieren. Und Meyer in seinem erst zweiten Länderspiel zeigte, was der Trainer sehen will. „Er hat mir gut gefallen, er ist technisch sehr, sehr gut. Und er macht die Wege in die Tiefe“, lobte Löw, weil es gerade bei der EM an Spielern fehlte, die die Pfade in die Gefahr suchten und fanden.

Der Schalker traf gegen die überforderten Finnen zum 1:0 und bereitete erstklassige Chancen mit feinen Pässen vor. Meyer war der Star der ersten schwarz-rot-goldenen Talentshow, an der vermutlich auch [person=6416]Leon Goretzka[/person] hätte ­teilnehmen sollen, wenn er nicht noch an der Schulter verletzt wäre. Löw adelte den Mittelfeldspieler trotz Abwesenheit: „Ich bin ein Riesen-Fan von ihm.“ Klingt, als müssten sie beim FC Schalke die Trainingsplanung in Zukunft nicht nur für Meyer verändern.

Autor: dlb

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