Duisburgs neuer Offensivspieler Tugrul Erat hat sich bei den Zebras bestens eingelebt, ist von Nettetal nach Duisburg umgezogen und spürt das nötige Vertrauen.

MSV Duisburg

Erat kann das Navi schon weglassen

Thomas Tartemann
31. August 2016, 06:27 Uhr
Foto: firo

Foto: firo

Duisburgs neuer Offensivspieler Tugrul Erat hat sich bei den Zebras bestens eingelebt, ist von Nettetal nach Duisburg umgezogen und spürt das nötige Vertrauen.

Mit einem Stapel Autogrammkarten kommt Tugrul Erat aus dem Kabinentrakt des Fußball-Drittligisten MSV Duisburg. Der 24-Jährige zeigt sich im Gespräch mit der Sportredaktion gut gelaunt. Man spürt, dass „Tugi“ nicht nur wegen seines ersten Saisontores, das ihm beim 2:1 in Magdeburg glückte, bei den Zebras angekommen ist.

„Die Eingewöhnung war beim MSV Duisburg wirklich nicht schwer. Ein paar Teamkollegen kannte ich schon. Ich bin hier gut aufgenommen worden. Es fühlt sich so an, als wenn ich schon lange hier beim MSV spielen würde“, sagt der offensive Mittelfeldmann. Um sich die 55 Kilometer Fahrtstrecke von seinem bisherigen Wohnort Nettetal in die Stahlmetropole zu sparen, ist Tugrul Erat komplett nach Duisburg umgezogen. Damit kennt er automatisch die Tücken der Stadt. „Hier gibt es auf der A 59 immer viel Stau“, schumzelt der Techniker, „aber ich kenne mich in Duisburg schon gut aus und komme ohne Navigationsgerät überall hin.“

Mit der sportlichen Zwischenbilanz kann der frühere Düsseldorfer durchaus leben. Beim Saisonauftakt gegen Paderborn (1:0) durfte er über komplette 90 Minuten ran, in Osnabrück (1:1), Münster (1:1) und Magdeburg pendelten die Arbeitsnachweise zwischen 61 und 71 Minuten. Nur beim 4:0 über den Talentschuppen des FSV Mainz 05 hatte Erat Sendepause – Trainer Ilia Gruev nominierte ihn nicht für den 18er-Kader.

„Ich war bei Fortuna Düsseldorf in der Regionalliga Stammspieler. Mein Ziel war es von Beginn an, auch hier in Duisburg einen festen Platz im Team zu haben. Ich werde auch zukünftig meine Einsätze über 90 Minuten machen“, ist sich der Nationalspieler von Aserbaidschan sicher. Woher er diese Erkenntnis nimmt? Erat: „Das Vertrauen von Trainer Ilia Gruev ist da. Er weiß, was ich kann.“ Und auch, was „Tugi“ noch verbessern muss.

Hier gibt es auf der A 59 immer viel Stau, aber ich kenne mich in Duisburg schon gut aus und komme ohne Navigationsgerät überall hin
Tugrul Erat

Zuletzt in Magdeburg gab es trotz seines Treffers einige Probleme in der Rückwärtsbewegung. Auch auswärts in Münster setzte Außenverteidiger Jeron Hazaimeh einige Nadelstiche in der Vorwärtsbewegung. Tugrul Erat weiß, dass er noch einige Briketts draufpacken muss, um sich im Team unverzichtbar zu machen. „Man kann immer noch eine Schippe drauflegen. Ich muss noch mehr Aktionen in der Offensive haben, mehr gefährliche Flanken in den Strafraum bringen und öfter den Torabschluss suchen. Man ist eigentlich nie ganz zufrieden“, stellt er erfrischend selbstkritisch fest.

Der Duisburger Neuzugang hat auch längst verinnerlicht, worauf es Trainer Ilia Gruev ankommt. „Wichtig ist, dass wir als Team funktionieren. Und das ist uns bisher gut gelungen“, findet er. Beim Blick auf das knackige Startprogramm, das der MSV zu absolvieren hatte, stellt Erat fest: „Als wir den Plan gesehen haben, war allen klar, dass es fünf harte Gegner werden. Wir stehen mit elf Punkten gut da. Das heißt aber nicht, dass es in den nächsten Wochen einfacher wird. Deswegen wollen wir auch in der Länderspielpause Gas geben.“ Das Pokalspiel am Freitag beim Post SV Solingen gilt für den Drittliga-Primus als Pflichtaufgabe. Erat: „Da geht es nur ums Weiterkommen.“ Ilia Gruev wird zwangsläufig rotieren. Geht es nach Tugrul Erat, besteht kein Anlass, seinen Akku zu schonen. „Ausruhen“, lacht er, „kann man sich nach den Spielen.“

Autor: Thomas Tartemann

Mehr zum Thema

Wettbewerbe

Mannschaften

Rubriken

Kommentieren