Der FC Schalke hat in Frankfurt zum Bundesliga-Start mit 0:1 verloren. Ein Kommentar zum Stotterstart.

Schalke-Kommentar

Vertraut Heidel und Weinzierl

Pit Gottschalk
28. August 2016, 17:33 Uhr
Foto: firo

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Der FC Schalke hat in Frankfurt zum Bundesliga-Start mit 0:1 verloren. Ein Kommentar zum Stotterstart.

Schalke 04 ist genau das passiert, was einem Klub im Umbruch nicht passieren darf: Der Verein gerät mit dem 0:1 bei Eintracht Frankfurt in Erklärungsnot. Warum hat der Trainer zum Saisonstart nur einen neuen Spieler aufgestellt? Und warum hat genau dieser Spieler den entscheidenen Fehler begangen? Sind die Neuzugänge gut genug, um in die Champions League zurückzukehren? Warum versagen die Schalker bei den gebeutelten Frankfurtern?

Und dann die Königsfrage: War der Vorgänger des Trainers nicht historisch gut in die Saison gestartet? Der nachfolgende Gedanke würde geradewegs in die Chaos-Theorie führen: in das alte bekannte Muster mit den üblichen Panik-Attacken auf Schalke. Die Bundesliga macht jetzt Länderspiel-Pause — da bleibt wenig Gelegenheit zur Wiedergutmachung.

Darum zur Beruhigung ein paar Fakten.

(a) Es ist der erste Spieltag. Die Pleite war ärgerlich wie überflüssig, aber kein Weltuntergang.
(b) Es war bekannt, dass das defensive Mittelfeld eine Schwachstelle ist und der geringe Spielanteil von 20 Prozent in den ersten 20 Spielminuten Ausdruck diese Schwäche ist. Darum hatte Manager Christian Heidel zwei Sechser für die Schaltzentrale geholt. Die stehen im nächsten Spiel gegen Bayern zur Verfügung.
(c) Wäre Embolo einsatzbereit gewesen: Markus Weinzierl hätte ihn von Beginn spielen lassen. Kein Trainer lässt seinen wichtigsten Transfer ohne Not draußen.
(d) Natürlich fehlt der neue Außenverteidiger Coke. Sein Kreuzbandriss war Pech.

Meinen die Schalker Fans den Umbruch ernst, müssen sie ihr Vertrauen in die neue Führung beweisen und die Nerven behalten. Die falsche Erwartungshaltung verleitet zur Enttäuschung, verleitet zur Demontage. Mit Handauflegen ist noch kein Verein renoviert worden. Denn merke: Hinter dem FC Bayern werden die Champions League Plätze an die Teams mit dem größten Talent für Nervenstärke vergeben. Siehe Dortmund. Siehe Leverkusen. Siehe Mönchengladbach.

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Autor: Pit Gottschalk

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