Trotz einer dramatischen Niederlage im Elfmeterschießen konnte Rot-Weiss Essen den Rasen im Stadion Essen erhobenen Hauptes verlassen. Das sah auch der Gegner Arminia Bielefeld so.

RWE

Großes Lob von Gegner Bielefeld

Tobias Hinne-Schneider
21. August 2016, 05:17 Uhr

Trotz einer dramatischen Niederlage im Elfmeterschießen konnte Rot-Weiss Essen den Rasen im Stadion Essen erhobenen Hauptes verlassen. Das sah auch der Gegner Arminia Bielefeld so.

Die Stimmen zur 6:7 (2:2)-Niederlage der Essener in der ersten Runde des DFB-Pokals:

Sven Demandt (Trainer, RWE): "Im Pokal geht es ums Weiterkommen und wir sind leider nicht weitergekommen. Die Mannschaft hat über 120 Minuten das abgeliefert, was wir uns vorgenommen haben. Das war ein richtiger Pokalfight mit tollen Zuschauern im Rücken. Wir haben alles rausgehauen, was möglich war und vielleicht noch ein bisschen mehr, weil wir lange Zeit in Unterzahl gespielt haben. Das Ausscheiden ist sehr bitter, nichtsdestotrotz habe ich schon einmal gesagt, dass es entscheidend ist, wie man auftritt. Dann kommen die Ergebnisse von ganz alleine. Die Jungs müssen damit umgehen und dann gucken wir nach vorne."

Rüdiger Rehm (Trainer, Bielefeld): "Genau das haben wir erwartet. Beide Mannschaften haben einen echten Pokalfight abgeliefert. Kompliment an Essen, aber auch an meine Mannschaft, die in der entscheidenden Phase den Kopf oben gelassen hat. Im Elfmeterschießen haben wir einen kühlen Kopf bewahrt und hatten das glücklichere Ende auf unserer Seite. Wir haben sehr dominant begonnen und sind auch verdient mit 1:0 in Führung gegangen. Im Laufe der ersten Halbzeit haben wir die Essener immer besser ins Spiel kommen lassen. Aus der Halbzeitpause kamen wir dann wieder ordentlich raus, aber dass so ein Pokalspiel dann irgendwann kippt, das ist ganz normal. Die Essener Mannschaft hat sich hervorragend gewehrt, defensiv sehr gut gestanden und uns das Leben schwer gemacht. Ich wünsche meinem Kollegen und Rot-Weiss Essen eine erfolgreiche Saison. Wer das gesehen hat, der weiß, dass RWE in der Regionalliga nichts zu suchen hat. Der Verein würde die dritte Liga sicherlich bereichern."

Frank Löning (RWE): "Wir haben ein Gegentor kassiert, was so niemals passieren darf. Wenn wir mit einem 0:0 in die Halbzeit gehen, dann wird es vielleicht ein anderes Spiel. Spätestens nach dem Platzverweis war es ein ganz schwieriges Spiel. Wir haben uns mit 120 Minuten Kampf und Leidenschaft das Ergebnis verdient, was wir gebraucht haben. Elfmeterschießen ist dann immer ein Glücksspiel."

...zum Elfmeterpfiff vor dem 2:2: "Ich stehe mit dem Rücken zum Tor und bevor ich einen Fallrückzieher mache und mir dabei das Genick breche, wollte ich lieber den Elfmeter ziehen."

Fabian Klos (Bielefeld): "Das war ein geiler Nachmittag! Unsere Fans haben uns überragend unterstützt, aber es ist auch nicht verkehrt, was die Essener auf der Tribüne abfeuern. Ich habe viele positive Dinge gesehen, die wir besser als in den beiden Meisterschaftsspielen gemacht haben. Wir haben sehr gut nach vorne gespielt. Ärgerlich war, dass wir das Spiel fast aus der Hand gegeben haben."
Timo Brauer (RWE): "Leider haben wir das Elfmeterschießen verloren, aber das gehört zum Fußball dazu. Im DFB-Pokal zählt nur das Weiterkommen. Es ist traurig, dass wir 120 Minuten gekämpft haben und am Ende mit leeren Händen dastehen. In der ersten Halbzeit haben wir nicht so ins Spiel gefunden, aber mit zunehmender Spieldauer wurde es immer besser. Schade, dass es nicht gereicht hat, um in die nächste Runde zu kommen."

Autor: Tobias Hinne-Schneider

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