Das 19-jährige Innenverteidiger-Talent Leroy Kwadwo kam in der Sommerpause vom Regionalliga-Aufsteiger Sprockhövel zurück an die Hafenstraße.

Leroy Kwadwo

Vom Balljungen zum RWE-Kicker

Marlon Irlbacher
07. Juli 2016, 15:59 Uhr
Foto: RS-Foto

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Das 19-jährige Innenverteidiger-Talent Leroy Kwadwo kam in der Sommerpause vom Regionalliga-Aufsteiger Sprockhövel zurück an die Hafenstraße.

Im ersten Testspiel des RWE-Trainingslagers in der Sportschule-Bitburg, das die Rot-Weissen gegen die Reserve des 1.FC Köln mit 1:0 durch eine herrliche Volley-Direktabnahme von [person=3566]Benjamin Baier[/person] (59.) für sich entschieden, durfte [person=28266]Kwadwo[/person] in der zweiten Halbzeit zeigen, was er kann. Schnell ließ er durchblicken, welche Tugenden ihn auszeichnen.

Der ehemalige Jugendspieler von RWE, der über Westfalia Herne und Sprockhövel in diesem Sommer zurück an die Hafenstraße wechselte, ist schnell, verfügt über ein sauberes Passspiel und kann auch mal einen Gegenspieler aussteigen lassen. Zudem wirkt er physisch stark und zeigte auch im Kopfballspiel eine starke Präsenz, obwohl er mit seinen 1,85 Metern nicht gerade zu den größten Innenverteidigern zählt.

"Ich wurde von den Jungs super aufgenommen. Mit Benny Baier und [person=9258]Tolga Cokkosan[/person] verstehe ich mich besonders gut, aber auch die anderen Spieler sind sehr nett", berichtet Kwadwo, der zu seiner Zeit als RWE-Jugendspieler auch als Balljunge an der Hafenstraße aktiv war. "Das war schon eine tolle Zeit", berichtet der Linksfuß, der sich schon darauf freut, sein erstes Spiel im Stadion Essen zu absolvieren.

Die Fans sind überragend. In der Regionalliga ist das einmalig!
Leroy Kwadwo

"Als ich in der Jugend vier Jahre bei RWE gespielt habe, war ich als Balljunge an der alten Hafenstraße aktiv. Die Fans sind einfach überragend und ich brenne darauf, vor dieser Kulisse spielen zu dürfen. In der Regionalliga ist das einmalig."

In der abgelaufenen Spielzeit hat er all seine 27 Einsätze für die TSG in der Startelf absolviert. Dabei erzielte er zwei Tore und bereitete ganze sechs weitere Treffer vor - eine starke Statistik für einen Innenverteidiger. Laut RWE-Coach Sven Demandt könnte der Defensivspezialist auch als Außenverteidiger zum Einsatz kommen. Auf welcher Position er ihn zu Saisonbeginn wirklich sehen will, wird sich in den weiteren Tests herauskristallisieren. Kwadwo genießt derzeit einfach die neue Herausforderung und möchte als junger Spieler alles aufsaugen.

[person_box=28266]Leroy Kwadwo[/person_box]

"Ich versuche so viele Spiele wie möglich zu bekommen. Als junger Spieler ist es wichtig, sich Etappenziele zu setzen und Schritt für Schritt Fortschritte zu machen. Ich setze mich da nicht unter Druck", verrät er bescheiden. Mit [person=2092]Richard Weber[/person], [person=3671]Philipp Zeiger[/person] und[person=2110] Gino Windmüller[/person] ist die Konkurrenz in der Abwehrzentrale ohnehin sehr groß, weshalb sich der Neuzugang erst an die neue Liga gewöhnen möchte. Einen Qualitätsunterschied zur Oberliga hat der 19-Jährige in der kurzen Zeit auch schon festgestellt.

"Ich denke schon, dass die Qualität in der Regionalliga noch einmal eine ganz andere ist als in der Oberliga. Das ist mir im Training vom ersten Tag an aufgefallen. Das Tempo ist natürlich deutlich höher, sowohl für den Kopf, als auch für die Füße", fügt er grinsend hinzu. "Die Rahmenbedingungen, die Professionalität und Einstellung sind ein weiteres Merkmal, das sich von der Oberliga unterscheidet. Aber für einen jungen Spieler ist das perfekt, um sich zu entwickeln."

Mit dem Testspiel gegen die Zweitvertretung des 1.FC Köln zeigt sich Kwadwo ebenso zufrieden: "Wir haben verdient gewonnen und hätten mit Sicherheit noch das ein oder andere Tor mehr schießen können. Vor allem in der zweiten Halbzeit haben wir den Ball gut laufen lassen und hatten mehr Anteile am Spiel. Nach den Partien gegen Hamm und die "Auf Asche"-Elf war das der erste echte Härtetest - den haben wir gut gemeistert".

Autor: Marlon Irlbacher

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