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Keine gute Nachricht für den deutschen Fußball

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Mats Hummels, Mats Hummels
Foto: firo

Nun ist es also offiziell. Mats Hummels hat Borussia Dortmund mitgeteilt, dass er zurück zum FC Bayern wechseln möchte. Ein Kommentar.

Nun hat der Poker um die Höhe der Ablösesumme begonnen. Am Ende werden die zahlungskräftigen Bayern auch diesen Spieler bekommen. Und das ist keine gute Nachricht für den deutschen Fußball.

Wenn ein Weltmeister die zweitbeste Mannschaft dieses Landes verlässt und künftig für die beste spielt, darf mit einer Vergrößerung des Abstandes zwischen den beiden Kontrahenten gerechnet werden. Erst Götze, dann Lewandowski, jetzt Hummels – die Bayern wissen genau, was sie da tun. Es ist ihr gutes Recht, einer egoistischen Strategie zu folgen. Der Bundesliga aber bietet die Aufrüstung des Branchenführers keine attraktive Perspektive: Die Bayern, die am Samstag zum vierten Mal in Serie Meister werden können, nehmen Jahr für Jahr berechenbar den Titel mit – ein fatales Signal für den internationalen Vermarktungswettkampf. Ein Leicester City ist hierzulande nicht in Sicht.

Sportlich gesehen machen die Bayern aber wieder alles richtig. In dieser Saison haben sie Probleme in der Innenverteidigung, die lösen sie jetzt. Mit Hummels, Boateng, Martinez und Badstuber werden sie künftig im Kampf um die Champions-League-Krone bestens aufgestellt sein. Und die Dortmunder Borussen? Selbst wenn sie im Gegenzug Götze holen, gehen sie geschwächt aus diesem Gerangel. Hummels ist längst ein Stabilisator, Götze immer noch ein Versprechen.

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lappes 2016-04-29 07:09:31 Uhr
Zitatgeschrieben von djas

Reisende soll man nicht aufhalten. Der BVB täte im Übrigen gut daran, die Finger von Götze zu lassen. Als Spieler verbrannt und seinerzeit eh überschätzt, bei vielen Fans nicht zu vermitteln. Außerdem gibt's Pulisic. Also lieber viel Kohle für einen adäquaten Ersatz-IV mit Eröffnungsqualitäten.



Tauschgeschäft mit Götze eher unwahrscheinlich

Bisher geht man beim FC Bayern offenbar eher von einem möglichen Tauschgeschäft aus: Mario Götze könnte zurück nach Dortmund wechseln, so wird seit Wochen kolportiert, und seine Ablöse mit der für Hummels verrechnet werden. Das dürfte für den BVB aber offenbar nicht in Frage kommen. Es scheint eher darauf hinauszulaufen, dass Götze 2017 ablösefrei zum BVB zurückkehren soll. Götze hatte in einem Fernseh-Interview vergangene Woche auf Nachfrage bestätigt, seinen ebenfalls bis 2017 laufenden Vertrag in München voll erfüllen zu wollen.

Vor zwei Jahren hatte der FC Bayern Toni Kroos für angeblich 22 Millionen Euro an Real Madrid abgegeben, ebenfalls bei noch einem Jahr Restlaufzeit des Vertrags. Im Vergleich zu Hummels dürfte Weltmeister-Kollege Kroos - nach Dortmunder Vorstellungen - fast schon günstig gewesen sein. Kroos lässt sich übrigens von der Beraterfirma Sportstotal vertreten, bei der auch Mario Götze und Dortmunds Marco Reus sowie Gonzalo Castro sind. Auf den Ablösepoker, den Dortmunds Börsen-Mitteilung öffentlich gemacht hat, darf man gespannt sein.


Quelle : Süddeutsche Zeitung

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