Beim knappen 2:1-Sieg in Wegberg sah es lange nach einer weiteren Auswärtsniederlage der Oberhausener aus. Die mitgereisten Fans reagierten dementsprechend.

RWO

Mannschaft in Wegberg von Fans verhöhnt

Nico Jung
17. April 2016, 09:17 Uhr
Foto: Ketzer

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Beim knappen 2:1-Sieg in Wegberg sah es lange nach einer weiteren Auswärtsniederlage der Oberhausener aus. Die mitgereisten Fans reagierten dementsprechend.

Seit Anfang November hatte das Team von Andreas Zimmermann kein Auswärtsspiel mehr gewonnen. Zwischenzeitlich gab es unter anderem Niederlagen in Wiedenbrück (0:2) und zuletzt in Erndtebrück (0:3). Für die letzte Pleite gab es aufgrund der unterirdischen Leistung beim Heimspiel in der vergangenen Woche Rabatt an der Imbissbude, alle Auswärtsfahrer hatten zudem zum Heimspiel gegen Wattenscheid freien Eintritt.

Auch nach Wegberg hatten die Kleeblätter einige Gästefans begleitet. Was sie dann aber zu sehen bekamen, war wieder eine weitestgehend blutleere Leistung ihrer Mannschaft, was sie dazu veranlasste in der zweiten Hälfte einige sarkastische und verhöhnende Lieder zu singen. Zunächst war der "Europapokal" Thema ihrer Lieder. Diese Gesänge aber wusste Trainer Andreas Zimmermann nach dem Spiel zu kontern: "Vor zwei Tagen haben wir über Liverpool gesprochen. Das ist zwar die Europa League, aber genauso haben wir es gemacht." Außerdem forderten die RWO-Fans "Freibier für alle" und sangen "Gegen Wegberg kann man mal verlieren". Obwohl die Mannschaft am Ende doch gewonnen hatte, waren die Fans unzufrieden und warfen dem Team vor: "Wir sind Rot-Weiße und ihr nicht".

Mit weniger Humor als sein Trainer nahm die Gesänge der Fans nach Abpfiff Außenverteidiger [person=2172]Christoph Caspari[/person]: "Dass sich hier schon Mannschaften von oben schwer getan haben, haben die letzten Wochen gezeigt. Was wir uns dann in der zweiten Hälfte anhören müssen, obwohl wir alles geben. Wir reißen uns den Arsch auf und würden uns auch wünschen, dass es anders läuft."

Etwas diplomatischer ging der eingewechselte Torschütze und Fanliebling Robert Fleßers die Sache an. Er stellte sich nach dem Spiel an den Fanzaun und vermittelte: "Sie sagten, dass es innerhalb der Fans zwei Gruppierungen gab. Die eine davon war für die Häme verantwortlich. Der andere Teil hat sich davon distanziert. So wie wir, sind die natürlich auch nicht zufrieden."

Autor: Nico Jung

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